ETFs & Fonds sind meine passiven Investments đŸ“¶

Hallo Zusammen,

seit 1995 investiere ich in Aktien und seit 1997 in Fonds. Immer waren diese beiden Anlageformen parallel in meinem Depot – je nach persönlichem Bedarf ließ ich Fonds mittels SparplĂ€nen steigen – und wenn mir der Anteil meiner passiven Investments „zu groß“ erschien verkaufte ich Fonds und kaufte dafĂŒr ausgewĂ€hlte Einzelaktien.

Dieses System hat sich fĂŒr mich bewĂ€hrt – auch weil es fĂŒr Österreich bis jetzt noch immer keine sinnvollen Angebote von Banken oder Brokern zu SparplĂ€nen direkt in Aktien gibt.

In den letzten Jahren begann der Boom der ETFs – wohl aufgrund der geringeren Spesen als auch den vielen Informationen in den Medien, FachbĂŒchern, Blogs etc. FĂŒr mich ist das ok – also nutze ich nun auch ETFs um mein Portfolio bei Fonds und Anleihen die Diversifikation zu erweitern.

Um aber doppelte Investments zu vermeiden und weitere „neue Fondsideen“ zu suchen lege ich hiermit dazu ein simples Limit und eine Zielvorgabe von 3 Wertpapieren fest.

Im Juni habe ich ein Erstinvestment in den ARERO Weltfonds durchgefĂŒhrt und seit Anfang Juli lĂ€uft ein Sparplan mit 100 EUR monatlich…

Arero_Sparplan_2019

Dieser thesaurierende Fonds erweitert meine 2 Aktienfonds mit dem Fokus auf die  DividendenertrĂ€ge bei der ING DiBa Austria…

ING_Fonds_2019

Somit habe ich meine drei Fonds strukturiert und es werden langfristig 300 EUR monatlich investiert.

Zu den ETFs habe ich bereits einen Beitrag vorab unter ETFs und meine Ver(un)sicherung 😉 erfasst. Das Limit der ETFs Wertpapiere (3 fĂŒr Anleihen und 4 fĂŒr Aktien) ist damit auch gemĂ€ĂŸ dem letzten Stand fixiert…

ISIN StĂŒck Name Kaufpreis Anlage

ErtrÀge

Depot Thema
1 IE00B2NPKV68 200 iSHARES EM BOND FUND 98,897 Anleihe

monatlich

Bank Staatlich Emerging Market
2 IE00BZ163K21 50 Vanguard USD CORPORATE BOND 43,613 Anleihe

monatlich

Bank Unternehmen global
3 IE00B74DQ490 100 iSHARES GL. HI. YLD CORP BOND 86,565 Anleihe

3/9

Bank Unternehmen global – High Yield
1 DE000A0F5UH1 37 iSHARES STOXX Dividend 100 27,300 Aktie

1/4/7/10

Broker * Dividenden US 40 / EU 30 / Asia Pac. 30
2 IE00B1FZS350 42 iSHARES DM PROPERTY YLD 23,900 Aktie

2/5/8/11

Broker * Immobilien Global US ca. 50% (REIT)
3 IE00B3RBWM25 0 Vanguard FTSE ALL-WORLD 0 Aktie

1/4/7/10

Broker * Aktien global – Anker, sparen & Index
4 IE00B14X4T88 42 iSHARES DJ ASIA PACIFIC Div. 30 23,800 Aktie

3/6/9/12

Broker * Dividenden Asia Pac. Geo- und Quartal

Die Anleihen bleiben auf meinem Bankdepot und es gibt keine Spar- oder Kaufziele. Die Aktien werden beim Broker nachgekauft – diese sind aus 200 ETFs bei DEGIRO ausgewĂ€hlt die bei Bedarf monatlich ohne Spesen nachgekauft werden können.

* Die „neue“ Herausforderung im FrĂŒhling 2020 wird die Aktien-ETFs beim Broker fĂŒr das Kalenderjahr 2019 zu versteuern. Aber auch hier investiere ich lieber „know how“ zu dem steuerlichen Thema um es selbst zu erledigen. DafĂŒr spare ich langfristig die Depot- und Kaufspesen am bequemen Bankdepot.

Falls wer Erfahrung fĂŒr die eigene Kapital-EinkommensteuererklĂ€rung in Österreich fĂŒr ETFs hat wĂŒrde ich mich um ein Feedback oder Austausch von Infos freuen.

Einen schönen Start in einen sommerlichen Juli ☀

Viele GrĂŒĂŸe

Bergfahrten

 

 

11 Kommentare zu „ETFs & Fonds sind meine passiven Investments đŸ“¶

  1. Einen schönen guten Morgen aus Linz,

    wir Masochisten! Versteuerung von ETFs aus nicht steuereinfachen Depots, ich bin gerade dabei es wieder zu beenden und mache gerade einen Übertrag von Degiro nach Österreich zurĂŒck. Das wird wieder eine Mordsaufregung beim Steuerberater nĂ€chstes Jahr (der österreichische Broker erhĂ€lt keine Kaufwerte und damit muss der österreichische Broker gleich mal voll versteuern und ich muss ĂŒber die EinkommensteuererklĂ€rung das dann wieder ausbĂŒgeln versuchen. Angeblich ist das Finanzamt hier sehr heikel, streng und sperrig).

    Ich habe mich schon ein wenig damit auseinandergesetzt und habe versucht in diesen BeitrĂ€gen darĂŒber zu schreiben. NatĂŒrlich alles ohne GewĂ€hr, nur nach bestem Wissen:

    https://www.broker-test.at/etf/etf-steuern/
    https://www.broker-test.at/etf/ausschuettungsgleiche-ertraege/

    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Andreas

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  2. Hallo Andreas,

    also ich belaste keinen extra Steuerberater mit dem Thema 😉 sondern mache das als Privatperson direkt mit dem Finanzamt. Mit den Aktien hat es im Vorjahr geklappt also werde ich mal sehen was mit den 4 Aktien-ETFs neu fĂŒr 2019 auf mich dazukommt.

    Betreffend dem Übertrag habe auch ich die Info bekommen dass es fĂŒr die Depotpositionen keine historischen KaufauftrĂ€ge im neuen Depot gibt – daher verkaufe ich die Aktien bei der Bank und kaufe sie beim Broker neu um etwaige Probleme mit dem FA zu vermeiden.

    Danke fĂŒr deine Infos zu den ETFs – ich werde mir das mal ausgiebig anschauen. Falls ich nicht klar komme packe ich meine Papiere und fahre persönlich ins Finanzamt. Ich mag generell „try and error“ aber bei Steuern ist es vielleicht doch der falsche Weg 😉

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Christian / Bergfahrten

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  3. Sie werden dich lieben beim Finanzamt 😉
    Mein Steuerberater liebt mich immer wieder mit meinen Gschichten, bereite eh schon alles superfein auf und er soll seinen kontrollierenden Blick darĂŒber werfen.
    Er erzĂ€hlt hier auch, dass die lieben Damen und Herren an den FinanzĂ€mtern ebenso gefordert sind bei Fonds-Gschichten. Ist die Versteuerung von Aktien vergleichbar mit dem „Pinguin“ beim Schwimmen, bist bei Fonds der „Apnoe-Taucher“ 😉

    Vielleicht dramatisiere ich auch ein wenig – es ist jedoch eine deutlich höhere Challenge, wobei du sicherlich einen gewissen Vorteil hast durch die Vielzahl an AusschĂŒttern… wobei auch bei denen ausschĂŒttungsgleiche ErtrĂ€ge anfallen können.

    Ich lese weiterhin sehr interessiert mit (ich finde es super was und wie du es machst!) und ĂŒber jeden Austausch und weiter lernen bin ich happy.

    Try & error bei Steuern ist wahrlich keine gute Sache. Ich will auch stets nur meine Ruhe vorm Finanzamt und alles fein sĂ€uberlich und richtig abgeben. Ein PrĂŒfungsabo will keiner von uns.

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  4. Man kann sich und auch den Beamten das Leben unnötig schwer machen. Einfach keine Thesaurierer kaufen. Bringt auf lange Sicht ohnedies nichts. Wenn man bei Degiro ETF’s kauft dann fallen bei sinnvoler ETF Auswahl keine oder nur minimale (2 Euro) Kauf/Verkaufspesen an. Da fĂ€llt es schwer ĂŒber die steuerliche Frage zu streiten. Der Rest ist einfach. AusschĂŒttungen werden wie Dividenden behandelt, Kursgewinne/Verluste wie bei Aktien — einfach alle KapitalertrĂ€ge mit 27,5% versteuern und gut ist es. Zumindest ich hatte damit bisher kein Problem.

    GefÀllt 1 Person

  5. Hallo Anonymous,

    Danke fĂŒr deinen Beitrag!
    Deine Hinweise passen fĂŒr mich – habe bei DEGIRO keinen ETF Thesaurierer genommen weil ich von den Einnahmen lebe. Ich gehe davon aus dass die JahresĂŒbersicht fĂŒr das Steuerjahr von DEGIRO die ETF’s analog wie bei Aktien die AusschĂŒttungen und Kursgewinne berichtet werden. Unser FA bekommt Ihre 27,5% KESt weil ich es in der EinkommensteuererklĂ€rung E 1 dann entsprechend melde. Bei Bedarf oder RĂŒckfrage gibt es das Dokument vom Broker. Und damit wĂ€re das Thema problemlos fĂŒr Alle erledigt und vom Tisch – Juhu… 🙂
    Viele GrĂŒĂŸe
    Bergfahrten

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  6. Ich muss Anonymous leider enttÀuschen. Gerade langfristig bringt ein Thesaurierer so unendlich viel mehr, weil die ErtrÀge sofort wieder reinvestiert werden. Dazu gibt es auch noch eine Steuerstundung (60 % Versteuerung der AgE sofort, 40 % gestundet bis zum Verkauf).

    Da sind wir auch gleich beim nĂ€chsten Thema. Es gibt keine Garantie, dass ein Thesaurierer keine AusschĂŒttungen hat und ein AusschĂŒtter keine Thesaurierungen. Heißt im Klartext, dass es bei euren ETFs sehr wohl auch ausschĂŒttungsgleiche ErtrĂ€ge (AgE) gibt die der steuerliche Vertreter des ETFs in Österreich an die OeKB meldet.

    Wenn ihr eure Wertpapiere im Ausland habt, so seid ihr selbst fĂŒr die Versteuerung verantwortlich, das betrifft auch die Fonds. Der auslĂ€ndische Broker hilft euch hier nicht und es ist auch nicht so, dass ihr von diesem eine Information ĂŒber die AgE erhĂ€lt. Er weiß diese ja auch nicht. Er gibt euch nur eine Aufstellung ĂŒber die realisierten Kursverluste und -gewinne sowie ĂŒber die AusschĂŒttungen. Über die AgEs eben nicht, daher der Gang zur OeKB (Profitweb) und checken, ob es diese gab. Ist natĂŒrlich eine Mordsarbeit, wenn er monatlich ausschĂŒttet, jedes Excel zu kontrollieren.

    Klingt nach viel Arbeit und tut man sich nicht an? AuslĂ€ndische Depots werden an die heimischen FinanzĂ€mter durch den Common Reporting Standard (CRS) ĂŒbermittelt inkl. aller Wertpapiere, DepotstĂ€nde, etc. – sie wissen also bescheid 🙂

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  7. Hallo Andreas,

    dein Kommentar ist diesmal im Spam gelandet – von WordPress nicht von mir 😉

    Thesaurierer oder nicht sehe ich als Glaubensfrage – bei mir sind die AusschĂŒttenden wichtiger als der steuerliche Aspekt.

    Dass die Depots weitergegeben werden – kein Problem – ich habe meine sogar an die Krankenkasse geschickt um mein Einkommen fĂŒr die Krankenversicherung kalkulieren zu können. Also soll das FA die auch bekommen.

    SelbstverstĂ€ndlich wird ein Steuerberater oder eine heimische Bank zu 100% fĂŒr das Finanzamt arbeiten – klar die wollen keine Probleme mit dem FA und der Kunde zahlt sowieso die Spesen. Da halte ich es wie Anonymous – aber wir können das, wenn du zum Treffen kommst dann offline bei einem Bier oder Glas Wein im September darĂŒber plaudern 🙂

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  8. Leider rutschen da immer wieder Kommentare von mir rein die von Akismet so eingestuft werden 😩

    Bzgl. Geschmackssache ob Thesaurierer oder AusschĂŒtter sehe ich es gar nicht so. Zumindest wenn es sich um die Ansparphase handelt. Bei dir ist es aufgrund deiner LebensumstĂ€nde anders, weil du die AusschĂŒttungen benötigst. Andersrum bei Menschen die in der Ansparphase sind, ist es wichtig, dass die AusschĂŒttungen nicht brach herumliegen oder mit OrdergebĂŒhren wiederveranlagt werden (zu einem spĂ€teren Zeitpunkt) sondern dass diese sofort wieder veranlagt werden. Gibt dazu auch genĂŒgend wissenschaftliche Papers dazu, die dies bestĂ€tigen.

    Nicht nur Steuerberater, Bank arbeiten zu 100 % rechtskonform, auch wir Steuerzahler, sonst haben wir bald ein Problem und so ein Finanzstrafverfahren ist alles andere als witzig was man so hört. Auf jeden Fall sind Fonds bei auslĂ€ndischen Brokern ein Graus und alles andere als „steuereinfach“. Jetzt schon lange genug gemacht.

    Ich werde schauen, ob es sich im September ausgeht, im Kalender habe ich es mir eingetragen und wÀre sicherlich nett.

    GefÀllt mir

  9. Hallo Andreas.

    Das mit den Vorteilen eines Thesaurierers lese ich immer wieder und wird fĂŒr einige wenige auch zutreffen. Ein Vorteil kann sein wenn man die Besteuerung in Richtung Pension oder in Zeiten mit geringerer Besteuerung verschieben will. Wenn man von laufend höheren Einnahmen aus Vermögen ausgeht, will man diese Verschiebung eher nicht. Wenn man vom Ertrag seines Ersparten leben will (oder man in Pension ist und eine Steuerverschiebung nichts bringt) hat man mit Thesaurierern nur Probleme. Das Steuerberater und Banken nicht ohne Honorar arbeiten ist auch bekannt. Ich jedenfalls mache meine SteuererklĂ€rung selber. Es kann ja sein, daß ich ein besonders nettes Finanzamt habe, aber mir hat ein Beamter bei einer PrĂŒfung erklĂ€rt, daß es ihm völlig egal ist ob ich die zu zahlende Summe auch richtig verbucht habe. Solange die Summe stimmt und die Steuer abgefĂŒhrt wurde kann nichts passieren. Das sofortige reinvestieren mag fĂŒr Personen die ihre Finanzen nicht im Griff haben ein Vorteil sein, ich sehe es als Vorteil wenn ich selber entscheiden kann in welche Anlagen ich meine Gewinne investiere oder auch, wenn notwendig, AusschĂŒttungen einfach verbrauchen kann ohne erst Anlagen verkaufen zu mĂŒssen.

    Aber du hast Recht, es kann nicht schaden nachzusehen ob man einen Meldefond hat. Es kann auch nicht schaden einen ETF ohne oder nur mit geringen Spesen zu kaufen. Die OrdergebĂŒhren und die Spesen fĂŒr SparplĂ€ne erspare ich mir gerne und auch jeder Kauf bei Degiro macht mir mehr Freude (wieder ein paar Euro gespart) als Arbeit.

    GefÀllt mir

  10. Wie geschrieben ich beurteile Thesaurierer vs. AusschĂŒtter rein nach dem Gesichtspunkt der Maximierung des Ertrags. Es gibt definitiv auch andere Punkte, so wie bei dir, dass die Maximierung nicht das Ziel ist und ein AusschĂŒtter so die bessere Wahl ist.

    Das was dir der Herr vom Finanzamt gesagt hat, kann ich nur bestÀtigen. Wichtig ist, dass alles drinnen ist. Ob es die richtige Kennzahl ist, ja wÀre schön, aber mei.
    Ich habe euch beide nur darauf aufmerksam gemacht, dass man sich nicht auf die Reports der auslÀndischen Broker verlassen darf, sondern die einzige Wahrheit in den Reports der OeKB zu finden ist, abrufbar auf Profitweb.at

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