3 Fehler in den letzten 2 Jahren…

Hallo Zusammen,

„Wir sind super weil wir haben einen Rekordwert. Wir schlagen den Index. Diese Aktien werden in der Zukunft steigen. Das ist die Erfolgsformel oder Millionärsformel. X Aktien um reich zu werden.“ Diese oder ähnliche Aussagen entlocken mir ein mildes, ja mittlerweile ein heiteres Lächeln weil es einfach ist im Nachhinein Erfolge zu finden. Selten kommuniziert jemand ehrlich Fehler um selbst oder andere daraus lernen zu lassen.

Wo gearbeitet wird passieren Fehler nur wer nicht arbeitet kann auch keine Fehler machen – das sagte ein Chef einmal zu mir. Und das investieren in Wertpapiere ist nunmal Arbeit – viel lesen, Informationen sammeln, merken und behalten, auswerten und administrieren. Im Verhältnis dazu steht relativ wenig Aufwand für die Disposition und das aktive Handeln.

Meine letzten drei Fehler, und ich schaue hier mal lieber nicht länger in die Vergangenheit zurück waren es zwei Käufe auf den falschen Handelsplätzen. Diese Fehler entdeckt man gleich was aber auch das einzig positive daran ist. Sowas ist einfach eine Nachlässigkeit oder Schlamperei. Schnell den Kaufauftrag eintippen und es ist erledigt. Sowas ist ärgerlich weil es additive Verkauf- und Kaufspesen verursacht. Und es ist auch lästig aber das lässt sich mit einigen und wenigen Euros mit zusätzlichen Kosten und 2 zusätzlichen Belegen aus der Welt schaffen.

Der dritte Fehler war eine Mischung von scheinbarer Sicherheit und Gier – das wird entweder teuer beim Verkauf oder es ist nur mit Nachkauf oder viele Jahre Geduld zu korrigieren. Aber alles der Reihe nach:

  1. Daimler: Am 06.07.2017 kaufte ich eine erste kleine Position mit 20 Stück á EUR 63,50. Damals wurde seit kurzem globale Aktien an der Börse Wien angeboten die für mich geringere Spesen als Xetra / Frankfurt darstellen. Am 30.04.2018 kaufte ich eine zweite Position mit 30 Stück und wie gewohnt als DAX Wert bei Xetra / Frankfurt. Somit hatte ich ungeplant zwei Positionen am Depot. Am 16.05. verkaufte ich die 30 Stück um diese in Wien am 17.05. um EUR 66,90 in Wien gesammelt im Depot zusammen zu führen.
  2. Sparplan Münchner Rückversicherung: Meinem Aktiensparplan läuft wegen der kleinen Stück von 2 Aktien wegen den geringen Kosten bei DEGIRO. Ein einfacher Fehler von mir – ich ging davon aus dass der Broker für Deutschland Xetra und Frankfurt Aktien die gleichen Spesen verrechnen werden. Mein Kopf und somit der Kaufauftrag war mit Deutschland und Frankfurt eingestellt – und war über Spesen von EUR 7,50 verwundert. Tatsächlich kostet ein Kauf bei Deutschland Xetra nur EUR 2,00 was sich bei einem Sparplan jedes mal sinnlos teuer macht. Also muss ich beim nächsten Kauf zuerst die 2 Stück in Frankfurt verkaufen um 4 Stück in Xetra neu zu kaufen.

Der dritte Fehler ist diffiziler und zeichnet sich nun zum ersten mal bei einer Aktienanleihe ab. Bevor ich meine finanziellen Unabhängigkeit begann habe ich einen Teil in Anleihen investiert. Leider bringen die aktuell sehr geringe Erträge – also teilte ich die Anleihen in einen Teil als Aktienanleihen die zwischen ca. 5 bis 7,5% je nach Risiko bringen. Aber ich hatte auch mein Limit darin maximal 1% vom Depotwert oder 5 TEUR in eine einzelne Risikoposition zu investieren.

3. RCB 6,8% Europa Protect Aktienanleihe: Am 28.08.2018 kaufte ich 5.000 Nominale zum Kurs von 97,83% im Korb für Daimler, Sanofi und Thyssen Krupp mit einer Barriere von 59% mit Laufzeit bis 03.06.2019. Da es DAX Werte oder EuroStoxx 50 Werte sind sah ich das Risiko als gering oder unwahrscheinlich. Nun wird es ärgerlich wenn ich diese Aktien zu einem sehr hohen Kaufkurs im Juni  ins Depot gebucht bekomme. Eine Aktienerhöhung von Daimler ist ok, Sanofi ist als Branche Pharma ok und auch sehr stabil als Dividendenwert. Thyssen Krupp müsste ich wohl überlegen ob ich diese langfristig neben der Voestalpine als zweiten Europäischen Stahlwert behalten soll.

Fakt ist der dritte Fehler war eine versuchte Absicherung in Anleihen aber trotzdem mit erhöhtem Risiko und Rendite durch die Kursschwankungen der Aktien. Einfach eine Wette dass die Aktie in kurzer Zeit nicht so stark fallen werden. Und damit werde ich meine Differenzierung der Anleihen in meinem Fonds nach dem Ablauf meiner drei Positionen nicht weiterführen. Eine fixe Anleihe oder eine Aktie ist somit dann eine klare Entscheidung und auf ertragreiche Aktienanleihen mit Laufzeiten und Kursrisiko werde ich hinkünftig verzichten.

Keep it simple – und schon habe ich etwas in 2019 gelernt 😉

Viele Grüße

Bergfahrten

 

 

 

 

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