ETF – Geld anlegen ohne Aufwand?

Hallo Zusammen,

eigentlich muss sich jeder persönlich entscheiden wie er/sie seine Geldanlage selbst gestalten möchte. Es gibt wohl nur zwei Möglichkeiten – interessiere ich mich intensiv dafür, ist es für mich quasi auch ein Hobby das mir Spaß macht? Oder ist das Thema Finanzen für mich eher eine lästige Pflicht und es muss möglichst einfach funktionieren und das Ergebnis sollte passen?

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Bild von https://pixabay.com

Dieser Beitrag von mir kommt nun weil mich vor ein paar Tagen eine Freundin fragte ob ich Ihr wegen ihrer Geldanlage Tipps geben kann. Sie hat einen nennenswerten Betrag am Sparbuch liegen und wollte diesen Betrag längerfristig, also bis zu Ihren Pensionsantritt besser anlegen. Und es sollte trotzdem möglichst sicher und mit geringem Aufwand funktionieren, aber es soll komfortabel und direkt bei Ihrer Hausbank übersichtlich bleiben.

Ok, das waren schon mal brauchbare Inputs. Interessieren tat es mich ja gleich selbst, quasi für mich als Plan B wenn ich keine Einzelaktien mehr beobachten will. Und könnte ich mein Wertpapierdepot auch auf ein Minimum reduzieren? Im Endeffekt bleibt es von mir auch nur ein Vorschlag – es bleibt zu 100% Ihre Entscheidung oder Sie überhaupt Ihr Geld anlegt oder Sie ändert die Verteilungen nach Ihrem Vertrauen und Risikobereitschaft.

Meine erste Rückmeldung an Sie war – 1. unbedingt eine mögliche Aufteilung in zumindest 3 Anlageklassen und 2. dafür würde ich wohl zirka 3 bis 5 ETF dazu auswählen. Die Rückmeldung war Sie möchte auch Gold dabei berücksichtigen und ich habe Ihr darauf mal fix eine Position Cash am Sparbuch oder eben als Notgroschen für die Eventualitäten des Lebens empfohlen.

Am einfachsten sind nun mal ETF-Sparpläne zum Aufbau eines finanziellen Fundaments. Wenn nun schon mal die Kohle am Konto liegt – kann Sie variieren in welchen Beträgen und Zeiträumen man investiert. Ihre Hausbank bietet zwar Sparpläne an – leider nur für eine geringe Anzahl von Fonds mit ihrem einen Anbieter. In dem Fall würde ich den persönlichen Aufwand für ein paar ETFs bevorzugen um günstigere Kondition und das globale Angebot nutzen zu können.

Verwendet habe ich die Erfahrung von meinem bisherigen Depot mit ETFs was Anlagen und Anleihen betrifft und 3 Bücher von Gerd Kommer, Gottfried Heller und Clemens Bomsdorf die je nach Intensität auch jeden empfehlen kann.

Nun zum Ergebnis meines Vorschlages, unter Voraussetzung eines kompletten Neustarts. Auch diese erste Gewichtung sollte gut überlegt und persönlich getroffen sein:

  1. 25% Cash als Notgroschen einfach am Sparbuch lassen
  2. 25% Goldmünzen – Anlagemünzen wie z.B. der Wiener Philharmoniker á 1 Unze
  3. 25% ETF mit 3 globalen Aktien gemäß A
  4. 25% ETF mit 2 globalen Anleihen gemäß B

A: Anmerkung – ich wollte hier auch eine Diversifizierung in den ETF-Anbietern und die globalen Aktien Index von MSCI und FTSE dominieren die USA mit jeweils über 50% Gewichtung:

  • 1/3 UBS ETF MSCI World Socially Responsible UCITS ETF A WKN: A1JA1R / ISIN: LU0629459743 berücksichtigt die Nachhaltigkeit
  • 1/3 Vanguard FTSE All-World UCITS ETF WKN: A1JX52 / ISIN: IE00B3RBWM25 veranlagt in über 3.000 globalen Unternehmen
  • 1/3 WisdomTree Europe Equity Income UCITS ETF IE WKN: A12HUT / ISIN: IE00BQZJBX31 kompensiert die US Gewichtung der globalen und sorgt für Dividendenzahlungen

B: Anmerkung – Es gibt wohl keine globalen Anleihen für Währungen, also muss man sich für Währungen und Unternehmen oder Staaten entscheiden. Für Sicherheit würde ich persönlich den globalen Unternehmen mehr als den Staaten und Ihrer Finanzpolitik vertrauen. Daher habe ich EUR und USD als Unternehmensanleihen vorgeschlagen:

  • 1/2 iShares Core Euro Corporate Bond UCITS ETF WKN: A0RGEP / ISIN: IE00B3F81R35 ist der mit wohl dem höchsten investierten Volumen
  • 1/2 Vanguard USD Corporate Bond UCITS ETF WKN: A143JM / ISIN: IE00BZ163K21 schüttet Ihre Auszahlung auf monatlicher Basis aus

Allgemein sollte man noch zwei weitere Punkte berücksichtigen. Beim Wertpapierkauf gibt es Mindestspesen – also die Höhe des investierten Betrages sollte je nach Kosten eine gewisse Summe betragen. Ich denke unter 1 TEUR schenkt man Geld der Bank und Börse. Das zweite ist – die Wertpapiere sollten langfristig investiert bleiben – fast alle haben Spesen für die Rücknahme und den Verkauf. Dazu natürlich die Verkauf- und Kaufspesen für den Wechsel in andere Wertpapiere. Hier gilt, viel hin und her macht Taschen leer 😉

Wichtig war mir auch die 5 Wertpapiere auf mehrere ETF-Anbieter zu teilen, die Kosten sind nicht auf den letzten Cent optimiert aber Sie liegen eindeutig im günstigeren Bereich des Angebotes.

Persönlich habe ich die beiden Vanguard ETFs in meinem Depot, den WisdomTree hatte ich aber das ist aktuell in meinen Einzelaktien investiert. Generell könnte ich mir durchaus vorstellen somit mit Minimalen Aufwand meine Wertpapiere anzulegen.

Vielleicht habe ich damit jemand Ideen geliefert, für Infos, Vorschläge oder Fragen kann man hier die Kommentare oder meine Kontaktinfo nutzen.

Einen relaxten Börsenherbst und cool bleiben wünscht Euch,

Bergfahrten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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