KW 43 – Schweizer Spesen statt Freiheit

Hallo Zusammen,

diesmal war es eine kurze Woche. Und es gab kaum Dividenden. Vielleicht kommen heute noch 10 USD Brutto von General Electric. DafĂŒr aber eine Menge Ärger ĂŒber Spesen!

Habt Ihr auch Aktien von Unternehmen aus der Schweiz? Interessant und entscheidend ist es seit Juli fĂŒr welchen Börsen- und Lagerplatz Ihr euch beim Kauf entschieden habt. Vier Monate schiebe ich das Thema vor mich her…

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/boerse-inside/schutzmassnahmen-am-finanzmarkt-keine-schweizer-aktien-in-der-eu-was-der-boersenstreit-fuer-anleger-bedeutet/24506106.html?ticket=ST-54926937-p7P6iIUBf0AzlncNP4Rc-ap1

Ja, die persönliche finanzielle Freiheit endet dort wo Politiker, Banken, FinanzÀmter und sonstige unproduktive Institutionen einem in die Geldbörse greifen wollen. Also ich hatte bisher die meisten Aktienpositionen auf XETRA in Deutschland gekauft. Die Spesen meiner Hausbank waren ertrÀglich, das Handelsvolumen ausreichend und der Spread bei den Blue Chips auch ok.

Nun gab es eben den oben genannten Streit zwischen der EU und Schweiz worauf unsere Eidgenossen nun mal den Handel von Schweizer Aktien in der EU untersagten. Und Ă€hnlich wie Mr. Market kann man da eine „Lösung“ wohl nicht demnĂ€chst erwarten.

Warum auch, nimmt man das Thema Brexit an – Mr. David William Donald Cameron begann das Spiel, Mrs. Theresa Mary May hatte 3 Jahre und 12 Tage Zeit das zu bearbeiten, nun liegt der Ball bei Mr. Alexander Boris de Pfeffel Johnson – was ist da schon eine Lösung zu erwarten 🙄

Also ergebe ich mich in mein finanzielles Desaster und Schicksal. Seit Juli versuchte ich diesen gordischen Knoten zu lösen – ohne allzu viel Geld auszugeben. Ich gebe mich geschlagen und öffne meine Geldbörse. Meine Ausgaben im Oktober sind eher niedrig also kommen die Q4-Depotspesen meiner Hausbank und der Transfer von ABB, NestlĂ© und Roche von Deutschland in die Schweiz.

Bei den Politikern ist es wie bei auf der See – man befindet sich in Gottes Hand. Als atheistisch denkender Mensch fĂ€llt mir das schwer – aber wahrscheinlich gibt es auch einen anderen passenden Vergleich.

Also meine Hausbank macht nun den BrieftrĂ€ger. Das PĂ€ckchen kostet mir gemĂ€ĂŸ dem Mail:

„Sehr geehrter Herr Christian Sachs,

vielen Dank fĂŒr Ihre Nachricht. Wir dĂŒrfen Sie darĂŒber informieren, dass fĂŒr den Lagerstellenwechsel je Aktie, folgende Spesen anfallen:

Eigene Spesen € 18 zzgl. 20% USt.
Fremde Spesen € 25 zzgl. 20% USt.

Nach BestĂ€tigung der Spesen via „neue Mail mit Auftrag“ fĂŒhren wir Ihren Auftrag gerne durch.“

die Summe von 3 x 51,60 = EUR 154,80. Eigentlich hĂ€tten Sie mir fĂŒr den verĂ€nderten Lagerort vielleicht auch WechselgebĂŒhren von EUR in CHF verlangen können. Oder ZollgebĂŒhren oder Portokosten, vielleicht eingeschrieben der express 😉

Also alles nicht so schlimm – es könnte doch immer schlimmer kommen als es wirklich ist. Wenn ich mir die Aktien jetzt noch 25 Jahre behalte sind das gerade mal EUR 6,19 pro Jahr. Das geht sich wohl dann mit der Inflation nicht einmal ein Bier aus. Eines pro Jahr, wohl gemerkt đŸ»

Ich schließe dieses Monat berichtsmĂ€ĂŸig ab, tröste mich mit dem feiertĂ€glichen Nationalfeiertag an diesem Samstag und wĂŒnsche Euch noch ein erfolgreiches Monatsende 👍

Viele GrĂŒĂŸe

Bergfahrten

 

 

 

3 Kommentare zu „KW 43 – Schweizer Spesen statt Freiheit

  1. Guten Tag,
    ein interessanter Artikel und natĂŒrlich nicht ganz gĂŒnstig der ganze Spass. Weil ich selbst auch Aktien von Nestle und Konsorten habe die Frage: hast du mal den Direkthandel von Comdirekt oder Lang&Schwarz versucht? Alternativ bietet die DKB den Direkthandel ĂŒber die Baader Bank an? WĂ€re das nicht eine gangbare Alternative gewesen?
    Da ich momentan nicht verkaufen möchte, kann ich warten….

    GefÀllt 1 Person

  2. Hallo Horstwalther,

    Danke fĂŒr deinen Kommentar!

    Vorab ist in Österreich meine Auswahl an Broker & Banken mit steuerlich einfachen Depots deutlich geringer als in Deutschland. Auch habe ich bei meiner „Hausbank“ einen funktionierenden Prozess mit der RĂŒckerstattung der 20%igen Quellensteuer. Und diese Hausbank bietet leider nur mehr direkt die SIX fĂŒr Aktien aus der Schweiz an.
    Naja, ich beiße lieber jetzt in den sauren Apfel und habe die langfristig in CHF dort liegen. Sonst mĂŒsste ich warten dass sich die politische Situation vielleicht mal zum besseren Ă€ndert.
    Bei den Spesen fĂŒr NachkĂ€ufe muss ich leider auch hinkĂŒnftig auf „grĂ¶ĂŸere“ Portionen achten. Verkaufen möchte ich aber auch nicht – die drei und eventuell Novartis sind in meinem Depot fixe Spieler.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Bergfahrten

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  3. Hallo,
    danke fĂŒr deine schnelle Antwort. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass du in Österreich sitzt 😀

    Nachtrag zum obigen: wie ich bei Onvista sehen kann sind die gehandelten StĂŒckzahlen bei Baader Bank seit 1.7. genau: 0.
    Bei Lang&Schwarz gehen tĂ€glich 0-10k Nestle Aktien ĂŒber die Theke; das ist nun kein ĂŒppiger Markt, reicht fĂŒr mich als Privatmann aber und die Preise sind im Mittel nur ca. 0,7% höher als an der SIX.

    GrĂŒsse und schönes WE
    Horstwalther

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