Dividenden im Vorjahr, aktuell und Plan?

Hallo Zusammen,

was ist wichtig wenn man von seinen Dividenden leben möchte? Die erste und einfache Antwort ist natĂŒrlich ein ausreichendes Einkommen mit dem man zufrieden ist und seine Kosten stressfrei bezahlen kann 😀

Etwas detaillierter sehe ich drei Punkte. Da wĂ€ren mal keine großen (riskanten) Fehler bei den Investments machen, viel Geduld und Ausdauer und somit möglichst wenig AktivitĂ€ten fĂŒr langfristige Anlagen. Dazu muss man einfach auch seine Ausgaben und Einnahmen immer unter Kontrolle halten.

Das Thema Ausgaben ist relativ einfach – ich fĂŒhre ein Kassabuch und fĂŒr die Zukunft reichen die kalkulierten Fixkosten. Seit zwei Jahren pendelt das auch stabil.

Bei den Einnahmen aus Wertpapieren wird es aber deutlich komplexer. Ich fĂŒhre zwar die historischen Daten sehr transparent und die aktuellen Einkommen verfolge ich zumindest im wöchentlichen Rhythmus. Die Vergangenheit kommt in den monatlichen Bericht und den aktuelleren Stand habe ich im Kalender. Nur das Thema Vorschau wĂŒrde etwas mehr benötigen, eine Planung oder Kalkulation – und das fehlt mir bisher. Dabei verlasse ich mich eher auf das Vorjahr und mein BauchgefĂŒhl das aber wegen der selektiven Wahrnehmung nicht wirklich passt.

Oft hat man ja die notwendigen Daten zur VerfĂŒgung nur die Synapsen dazwischen fehlen 😉

Seit August bin ich nun auch ein bisschen in Twitter aktiv und die Blogger Kollege David von Jung in Rente und Thomas der Sparkojote fragten dort welche Einnahmen man erzielt. Also nannte ich mal meine Dividendeneinnahmen aus meinem Wochenkalender.

fullsizeoutput_13ca

Und dann erfolgte von David die Nachfrage ob es sinnvoll ist die Einnahmen pro Woche zu fĂŒhren 🙃 Also, ich nutze die Wochenkalender um den aktuellen jĂ€hrlichen Dividendenwerte mit dem Vorjahr vergleichen zu können.

Aber ich setze mich mal hin und erfasste die Werte in einer Datei…

KW

2018

Kum.

2019

Kum.

Abw.

1

193,81

193,81

118,64

118,64

2

221,53

415,34

154,70

273,34

3

160,78

576,12

218,55

491,89

4

240,48

816,60

211,24

703,13

5

691,97

1.508,57

678,22

1.381,35

6

72,93

1.581,50

638,85

2.020,20

7

200,91

1.782,41

182,42

2.202,62

8

0,00

1.782,41

14,40

2.217,02

9

79,30

1.861,71

195,92

2.412,94

10

314,00

2.175,71

272,03

2.684,97

11

150,80

2.326,51

856,29

3.541,26

12

635,42

2.961,93

315,45

3.856,71

13

367,30

3.329,23

620,71

4.477,42

14

424,88

3.754,11

584,67

5.062,09

15

502,44

4.256,55

364,74

5.426,83

16

181,59

4.438,14

176,20

5.603,03

17

529,85

4.967,99

175,51

5.778,54

18

748,37

5.716,36

660,90

6.439,44

19

149,83

5.866,19

515,35

6.954,79

20

178,12

6.044,31

175,75

7.130,54

21

362,96

6.407,27

369,41

7.499,95

22

124,30

6.531,57

334,09

7.834,04

23

190,28

6.721,85

470,84

8.304,88

24

471,89

7.193,74

322,42

8.627,30

25

719,80

7.913,54

184,93

8.812,23

26

313,16

8.226,70

276,64

9.088,87

27

191,99

8.418,69

363,16

9.452,03

28

610,47

9.029,16

431,80

9.883,83

29

177,47

9.206,63

447,33

10.331,16

30

56,83

9.263,46

198,07

10.529,23

31

601,50

9.864,96

391,95

10.921,18

32

149,29

10.014,25

28,35

10.949,53

33

347,28

10.361,53

302,49

11.252,02

34

46,12

10.407,65

281,13

11.533,15

35

595,29

11.002,94

24,02

11.557,17

36

391,45

11.394,39

164,71

11.721,88

37

188,39

11.582,78

307,57

12.029,45

3,9 %

38

337,01

11.919,79

12.029,45

39

1.611,34

13.531,13

12.029,45

40

434,72

13.965,85

12.029,45

41

286,83

14.252,68

12.029,45

42

94,58

14.347,26

12.029,45

43

135,29

14.482,55

12.029,45

44

436,34

14.918,89

12.029,45

45

46,69

14.965,58

12.029,45

46

242,85

15.208,43

12.029,45

47

0,00

15.208,43

12.029,45

48

483,82

15.692,25

12.029,45

49

469,88

16.162,13

12.029,45

50

157,82

16.319,95

12.029,45

51

571,50

16.891,45

12.029,45

52

137,80

17.029,25

12.029,45

-29,4 %

Mit der Datei sind die Werte klarer als im Kalender. Jetzt liegen die Einnahmen nach der KW 37 heuer um +3,9% höher aus 2018. Was mich etwas wundert, weil mein Bauch sagte mir – ich habe im Herbst 2018 in Gold investiert das ab 2019 kein Einkommen generiert? Auch General Electric und Kraft Heinz haben die Dividenden deutlich gesenkt? Soviel zum Thema BauchgefĂŒhl 😉

Ich kann damit auch eine grobe Vorschau sehen – z.B. dass in den verbleibenden 15 Wochen noch ca. 5 TEUR als Einnahmen kommen sollten um den Vorjahreswert zu erreichen. Oder einfach gesagt es fehlen noch -29,4% der Einnahmen bis Ultimo 2019.

Und nun dreht sich wieder der Beitrag im Kreis – wenn das Depot möglichst stabil wĂ€re, bzw. nur kleine NachkĂ€ufe tĂ€tige sollten auch die zukĂŒnftigen Einnahmen gleichmĂ€ĂŸiger bleiben.

Die nĂ€chste Anleihe lĂ€uft noch bis 2023. Ausgenommen sind noch 2 offene Aktienanleihen die im Dez. 2019 und eine 2020 endet. Letzter Investments werde ich beenden, diese laufen durch die 2jĂ€hrige Frist fĂŒr mich zu sprunghaft. Diese Brutto Renditen von 5 bis ca. 7% sind zwar attraktiv, beinhalten aber auch das Kursrisiko in Kombination mit dem Zeitrahmen. Beispiel Thyssen Krupp und vielleicht auch Daimler bekomme ich nun mit zu hohen Kaufkursen ins Depot 🙁

Die Einnahmen schwanken ja leider nicht nur durch höhere oder niedrigere Dividenden sondern auch durch die WĂ€hrungsschwankungen. Ob ich mir den Aufwand detailliert pro Depotposition das kalkuliere muss ich mir wohl noch ĂŒberlegen. FĂŒr den ersten Schritt ist mir mal die o.g. wöchentliche Liste ausreichend.

Plant Ihr Eure zukĂŒnftigen Dividenden, und wenn ja wie detailliert?

Der September wird wieder spannend weil 2018 mein höchstes monatliches Einkommen war. Ich hoffe bei Euch lÀuft der September auch erfolgreich und

Viele GrĂŒĂŸe

Bergfahrten

 

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8 Kommentare zu „Dividenden im Vorjahr, aktuell und Plan?

  1. Bei mir ist es so, dass ich Zinsen und Dividenden nicht plane. Der Grund dafĂŒr ist, dass ich diese nur geringfĂŒgig beeinflussen kann und das Steuer hier nicht in der Hand habe, nachdem das Papier gekauft wurde. Ich könnte einen educated guess abgeben, wie hoch der Plan wohl sein wird fĂŒr das kommende Jahr, nur wofĂŒr? Ein Herunterbrechen auf die Woche verkompliziert alles noch mehr und sehe ich nur bĂŒrokratisch – sozusagen ich suche mir die AusschĂŒttungstermine meiner Unternehmen im vorhinein raus fĂŒr das nĂ€chste Jahr und plane dann Ă  la Budgetierung in einem Unternehmen.
    Es kann auch daran liegen, dass es bei mir ein Nice-To-Have-Zubrot ist und keine Grundlage meines finanziellen Alltags?

    GefÀllt 1 Person

  2. Hallo Andreas,

    Danke fĂŒr deinen Kommentar! Du hast recht – ein wichtiger Unterschied ist sicher wenn die Dividenden zusĂ€tzlich zu einem Einkommen eintreffen oder wenn man seinen „Alltag“ damit finanzieren muss. Wichtig ist wohl auch wieviel Zeit man in seine Investments investieren will und ob es einem Spaß macht mit den Zahlen zu arbeiten.

    Hmmm, mein Ziel wĂ€re mein Einkommen zumindest im aktuellen Jahr um die Inflation zu erhöhen. Vielleicht muss ich noch etwas Ă€lter werden, Erfahrung sammeln, gelassener an das Thema rangehen und auf die finalen Zahlen zu Silvester abwarten 😉

    Viele GrĂŒĂŸe
    Christian / Bergfahrten

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  3. Ich glaube, dass ich gar nicht so wenig Zeit damit verbringe und wie wir beim Treffen gesprochen haben, es macht uns ja auch Spaß, es ist ein Hobby.
    Es ins kleinste Detail runterbrechen (Woche), da denke ich mir eben, dass ich so wenig beeinflussen kann, außer ĂŒber die Investentscheidung, dass es sich dann nur um eine Scheingenauigkeit handelt.

    Was ich mache ist ein Vergleich zum Vorjahr (Ist-Ist Vergleich) und bei Abweichungsanalysen, woher diese Abweichung kommt (andere Investments oder haben die bestehenden Investments etwas verĂ€ndert) – das sind meine 2 Stellschrauben die ich fĂŒr mich sehe. Aber ich gehe alles sehr relaxt an und die Auswertungen in meinem Portfolio Performance genĂŒgen mir.

    GefÀllt 1 Person

  4. Also es geht mir bei der Wochenbasis auch um den Ist-Ist Vergleich des Gesamtjahres! Kommt daher von MO-FR gearbeitet, SA Garten oder Bergtour und am Sonntag genĂŒbend Zeit fĂŒr Finanzen. Ob man seine Dividenden wöchentlich oder monatlich zusammenfasst ist fast der gleiche Aufwand. So sehe ich 52 mal im Jahr ob ich noch am Weg bin, 12 mal im Jahr wĂ€re mir wohl zu wenig.

    Aber betreffend „Zukunft“ werde ich doch keinen extra Aufwand fĂŒr Planungsdateien machen – oder nur wenn es finanziell notwendig wĂ€re.

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  5. Ich denke mir, dass bei einem Wochenvergleich es einfach aufgrund von Tagesverschiebungen es zu Abweichungen kommt in der Ist-Ist-Analyse und diese dann aufgeklĂ€rt gehören. Bei Monatsvergleichen kann dies natĂŒrlich auch noch immer passieren, aber zu einem deutlich niedrigerem Risiko.

    Das Nachtragen der Dividendenzahlungen mache ich ĂŒber Portfolio Performance und hĂ€tte es dort tagesgenau, in den Auswertungen kann ich es dann auf Monat, Quartal und Jahr durchfĂŒhren.

    GefÀllt 1 Person

  6. Ja, die Tagesverschiebungen wirken sich Anfang des Jahres wirklich aus. SpÀtestens nach 1-2 Monaten, und dank vieler kleinen Positionen differiert die Jahressumme vom Vorjahr zum aktuellen Jahr wenig. Solange die Summer des Einkommens höher ist als das Vorjahr gehe ich auch nicht in die Details der Wertpapiere.

    Das Programm Portfolio Performance habe ich mir auch mal geladen. Apple lehnt die Installation ab weil der Entwickler sich dort nicht registriert hat oder ist. Arbeite daher weiter mit meinem Wochenkalender und einer selbst erstellten Numbers-Datei 😅

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  7. Also ich plane meine Dividenden im Excel. Dazu multipliziere ich die Anzahl der Aktien mal letzte gezahlte Dividende mit dem Umrechnungskurs am Zahltag abzuegl. Steuer. Wurde die Dividende in EUR bezahlt, natĂŒrlich ohne Umrechnung der ausl. WĂ€hrung. Das gibt meine Dividendenerwartung fĂŒr das nĂ€chste Jahr. Sollte ich im lfd. Jahr noch Aktien zukaufen und die Dividende wurde noch nicht bezahlt, so addiere ich die nei gekauften Aktien dazu und das gibt dann meine erwartete Dividende. Wenn ich jetzt real die Dividende bezahlt bekomme dann trage ich diese in in neue Spalte ein und vergleiche in absoluter Zahl und in Prozent, die Mehr oder Minderdividende. So sehe ich, welche Aktie fĂŒr eine entsprechende Änderung der Mehr oder Minderdividende verantwortlich ist. SelbstverstĂ€ndlich kann es auch mehr oder weniger Dividende als absolute Zahl geben, welche nur aufgrund eines anderen Umrechnungkurses erfolgte. Und so errechne ich immer in der Summe meine tatsĂ€chlich erhaltene Dividende zu meiner erwarteten Dividende.

    Im Einzelfall mag somit die tatsĂ€chlich gezahlte Dividende als absoluter Zahl mehr sein als im Vorjahr aber deutlich weniger als die erwartete Dividende. Ich denke es ist nicht zielfĂŒhrend, wenn ich in Dividendenblogs lese, die Monatseinnahmen im August sind gegenĂŒber dem Vojahr um 50% gestiegen, wenn man gleichzeitig den Depotwert verdoppelt hat. Den hier hĂ€tte sich die erwartete Dividende ja auch verdoppeln mĂŒssen, hat aber nur um 50% zugenommen. Das heißt hier bekommt man eigentlich deutlich weniger Dividende als gegenĂŒber dem Vorjahr wenn man die gleiche Anzahl der Aktien schon im Vorjahr besessen hĂ€tte.

    Meine tatsĂ€chlich gezahlte Dividende im Vergleich mit der zu erwartenden Dividende liegt in den letzten Jahren zwischen 3 – 12%.
    Aber hier hat z.B. der deutliche Euro Kursverlust imZeitraum von 2014 -2015 einen deutlich positiven Einfluß. Sollte der Euro mal wieder gegenĂŒber dem Dollar deutlich erstarke, dan wird sich ein anderes Bild ergeben. Dann kann die absolute bezahlte Dividende gegenĂŒber der erwartenden Dividende trotz Dividendensteigerung in US$ deutlich geringer ausfallen. Auch hier nicht zielfĂŒhrend, wenn ich mir dann viele amerikanische Aktien gekauft ahbe und nur die tasĂ€chlich bezahlte Dividende mit dem im Vorjahr tatsĂ€chlich bezahlten Betrag vergleiche. Den diese kann dann trotz WĂ€hrungsverlust immer noch deutlich höher sein.

    GefÀllt 1 Person

  8. Danke fĂŒr den Vorschlag! Momentan vergleiche ich nur die Vorjahreswerten mit dem aktuellen Zahlen. Also ich hatte auch schon mal eine Excel Datei zur Planung probiert – die ist aber nicht von den Ist Zahlen sondern von den „Nachrichten“ ausgegangen. Hmmm, die Ist Datei der Dividenden habe ich natĂŒrlich und könnte diese in die Zukunft erweitern. Ich werde das mal probieren wie aufwendig das mit der laufenden Pflege der Daten wird 😅

    Ja, wenn man noch viel anspart macht die 1:1 Steigerung der Dividenden wirklich wenig Sinn. Naja, wenn es einem zum Sparen motiviert kann man sich ĂŒber die feinen Steigerungen freuen. Es bleibt aber halt eine Mischung aus ZukĂ€ufen und DividendenverĂ€nderungen.

    Die WĂ€hrungsschwankungen bleiben halt weiterhin eine Unsicherheit. Habe neben EUR auch GBP, CHF und USD – irgendwie pendelt das wohl halt immer weiter. Danke fĂŒr die MĂŒhe und weiterhin viel Erfolg!

    Viele GrĂŒĂŸe
    Bergfahrten

    Liken

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