Bergfahrten und Apple News 🍏

Time in the Market schlägt Market Timing. Oder es liegt auch nur daran, dass diese Biografie in meine Bibliothek zum Lesen angekommen ist 📚

Wie auch immer, ich berichte mal über zwei Veränderungen, ersteres medial bekannt:

1: Apple wechselt den CEO oder Tim Cook gibt Apple-Führung ab (Quelle ORF)…
Anfang September wird John Ternus offiziell den Chefposten beim US-Technologiekonzern Apple von Tim Cook übernehmen. Für Apple-Fans ist der „Neue“ an der Spitze kein Unbekannter. Bereits seit 25 Jahren ist der Technologiespezialist und Hardwarechef Teil des Konzerns. Die Erwartungen an ihn sind groß – von der Entwicklung neuer Produkte bis zum Umgang mit künstlicher Intelligenz.

Als wahrscheinlicher Cook-Nachfolger wurde der 50-Jährige schon seit einiger Zeit gehandelt. So hatte etwa die „New York Times“ Anfang Jänner derartige Spekulationen befeuert. Ternus sei ein „unauffälliger, aber einflussreicher Manager“, hieß es da.

Seine Kür gilt als strategische Weichenstellung. Cook wurde vom legendären Mitgründer Steve Jobs Ende der 90er Jahre als Lieferkettenexperte an Bord geholt und galt als jemand, der für das reibungslose Funktionieren des Konzerns sorgte. Ternus ist dagegen Technologiespezialist, der tief in die Entwicklung verschiedener Apple-Geräte involviert war.

Kandidat der Kontinuität
Ternus verantwortete bereits Erfolge wie das iPad und die AirPods. Seine größte Bewährungsprobe bestand er, als er die Umstellung der Mac-Computer von Intel-Chips auf Apples eigene Prozessoren leitete. Er sei ein „Kandidat der Kontinuität“, sagte Technologieanalyst Patrick Moorhead zu Reuters.

„Die Gratwanderung zwischen der Integration neuer Funktionen in Apple-Produkte und der gleichzeitigen Beachtung der Rentabilität prägt den umsichtigen, unauffälligen Stil von Ternus, der 2001 zu Apple kam“, schrieb die „New York Times“ in ihrem Porträt Anfang des Jahres.

Tim Cook folgte Apple-Mitgründer Steve Jobs 2011 als CEO und KI als Herausforderung
„Auf Ternus wird großer Druck lasten, von Anfang an Erfolge vorzuweisen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz“, sagte Branchenanalyst Dan Ives. Während Rivalen wie Google und Samsung mit neuen KI-Funktionen für ihre Smartphones warben, tat sich Apple bisher schwer, eine bereits 2024 angekündigte bessere Version seiner Sprachassistentin Siri mit KI auf den Markt zu bringen. Dennoch stieß Apple mit dem iPhone im vergangenen Jahr den langjährigen Smartphone-Marktführer Samsung vom Thron.

„Die Frage ist, ob er den Appetit für die Art von mutigen, gelegentlich unbequemen Entscheidungen hat, die die Definition einer neuen Plattform erfordert“, sagte Francisco Jeronimo vom Analysehaus IDC gegenüber Reuters. „Großartige Hardware zu bauen ist ein klar definiertes Problem. Eine KI-Plattform aufzubauen, die Entwickler und Unternehmen wirklich annehmen, ist eine völlig andere Herausforderung.“

Cook streut Ternus Rosen
Ternus gab in einem Interview zuletzt Einblick in seine Haltung zu KI. Technologie sieht er vor allem als Mittel, um „tolle Produkte“ zu schaffen. „Wir denken nie darüber nach, eine Technologie auf den Markt zu bringen“, sagte der 50-Jährige kürzlich der Tech-Seite Tom’s Guide. „Wir denken immer darüber nach, wie wir Technologie nutzen können, um fantastische Produkte zu liefern.“

„Er ist ohne Frage die richtige Person, um Apple in die Zukunft zu führen“, sagte Cook über seinen Nachfolge. Ternus bezeichnete Cook wiederum als seinen „Mentor“. Es ist nicht die einzige Personalveränderung im Hause Apple: Johny Srouji, der bisher für die Entwicklung der hauseigenen Chips und Sensoren verantwortlich war, übernimmt den Posten des Hardwarechefs von Ternus.

Nach 15 Jahren an der Spitze des US-Technologiekonzern Apple tritt Vorstandschef Tim Cook im September ab. Sein Nachfolger wird John Ternus, der zuletzt für die Entwicklung neuer Geräte zuständig war.

Apple-Höhenflug unter Cook
„Die Ernennung eines Leiters mit Produkt- und Hardwarehintergrund könnte Apple ermöglichen, sich von der ständigen Kritik an Cooks Amtszeit zu befreien – nämlich, dass das Unternehmen nicht mehr innovativ genug sei“, schrieb die BBC.

Während Cook eine Vervierfachung des jährlichen Gewinns von Apple und eine Ausweitung der weltweit verkauften Produkte verantwortete, blieb die Produktpalette weitgehend gleich. Vor allem stieß Apple unter Cook ins Geschäft mit Computeruhren und einer Datenbrille vor. Zugleich zog er Apples Elektroautoprojekt nach Milliardeninvestitionen den Stecker.

Dipanjan Chatterjee, leitender Analyst beim Marktforschungsunternehmen Forrester, lobte gegenüber der BBC die finanzielle Stabilität, die Cook Apple gebracht hat. Er merkte aber an, dass er dem Unternehmen kein Produkt wie das iPhone gegeben habe, das Ternus weitere 20 Jahre Erfolg bescheren würde.

Analyst erwartet „mehr Energie“ für neue Produkte
Gil Luria, Geschäftsführer der Investmentfirma DA Davidson & Co, vermutete, dass Apple mit Ternus an der Spitze „mehr Energie in neue Produkte wie faltbare Telefone und tragbare Geräte wie Brillen investieren wird“. Möglich scheint jedenfalls, dass Ternus im Herbst ein unter seiner Regie entwickeltes faltbares iPhone präsentieren wird, über das bereits seit Monaten spekuliert wird.

Cook habe Apple zu einem Unternehmen gemacht, das „am besten darin war, ein außerordentlich leistungsstarkes System zu verfeinern, zu skalieren und zu verteidigen“, sagte Timothy Hubbard, Professor an der US-Uni University of Notre Dame, laut BBC. Die „eigentliche Frage“ sei nun, ob dieselbe Firma in Richtung Erforschung schwenken könne, wo der Erfolg von Geschwindigkeit, dem Umgang mit Unsicherheit und einer größeren Experimentierfreude abhänge.

Danke an den ORF, ich bezahle meine Beitragsgebühren daher nutze ich hiermit ihre Arbeit 📰

2: Ich habe Apple Aktien nachgekauft und Apple wird das erste Tech-Unternehmen >1%

Ein geregelter Übergang, Kontinuität mit den CEO’s Jobs, Cook nun Ternus über Jahrzehnte, eine Marke und gute Produkte. Das gefällt mir…

Apple rutscht nun von „Diverse“ auf 1,2% als Einzelinvestment. Neue Grafik Kurse vom Ende März aber nun mit Nachkauf:

Kauf von 15 Stück auf nun 50 im Flatex-Portfolio:

Finanzierung für den Nachkauf ist geplant und möglich bis Ende 2026.

Jetzt kann und muss ich mal eine Pause machen 😂

Heute sollte die Nestlé Dividende eintreffen, somit könnte die Kalenderwoche 17 die beste Dividendenwoche im Jahr werden 🇨🇭

Auch gibt es Neues aus dem Garten. Meine im Jahr 2023 erhaltene Feige, ausgepflanzt 2024 zeigt im April 2026 erstmalig eine Frucht 👨‍🌾

Es wird etwas Zeit benötigen bis ich mich in den Schatten vom Feigenbaum setzen kann 😂

Ich wünsche Euch eine erfolgreiche und gute Woche 🍀

Beste Grüße

Bergfahrten

11 Kommentare zu „Bergfahrten und Apple News 🍏

  1. Viel Erfolg mit deiner Beteiligung an Apple. Für mich sind die amerikanischen, großen Technikkonzerne eine zu große Unsicherheit.

    Viele Grüße aus Tirol

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  2. Hallo,

    kannst Du mir kurz deine Unsicherheit begründen? Natürlich sehe ich Risiken (Währungsrisiko, China als Konkurrent, Kurse sind bereits massiv gestiegen) auf der anderen Seite finde ich, dass die Produkte und die Marke Apple sehr gut positioniert ist.

    Beste Grüße nach Tirol
    Christian

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  3. Hey Christian, ich sage nicht, dass Apple keine gute Anlage wäre. Ich halte mich einfach davon fern, weil hier mehrere Gründe zusammenkommen: Apple hat ein sehr hohes KGV von über 30. Die Bewertung unterstellt, dass hohe Wachstumserwartungen mit dem Konzern verbunden werden. Dividendenpolitik und Eigenkapitalquote sprechen auch für Wachstumsabsichten. Die stelle ich aber in diesem Ausmaß in Frage. Der Preis je Anteil ist mir einfach zu hoch. Dass deren Produkte aber aktuell gut verankert sind, da stimme ich dir zu. Aber KGV >30 sehe ich nicht. Zudem sitzt Apple in den USA, was ein Fremdwährungsrisiko und politische Unsicherheiten (Donalds Trumps Politik) ins Depot holt.

    Persönlich schließe ich Investitionen in Amerika nicht aus, den Großteil habe ich aber selbst in Europa, in Österreich investiert. Ich setze eher auf Aktiengesellschaften, die ihren Platz in ihren jeweiligen Branchen bereits einigermaßen gefunden haben. Hierzulande fällt es mir auch leichter, die Nachrichten zu verfolgen und auch die Unternehmen im Kontext zu den hießigen Gegebenheiten (politisch, kulturell, usw.) zu setzen. Wir haben also auch andere Investmentansätze, was nicht negativ gemeint ist. Ich selbst konzentriere mein Geld auf ein paar wenige Unternehmen, von deren Geschäftsmodell ich überzeugt bin und versuche gar nicht, möglichst breit zu streuen. Meine Basis ist für den Moment aber auch noch meine Immobilie.

    Grüße aus Tirol

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  4. Hallo,

    Danke! Natürlich soll/muss jeder seinen Weg finden. Ich komme mit dem KGV nicht klar. Je mehr Qualität und so höher sind die KGV, weil der Markt das mit dem Kurs berücksichtigt. Versuche eben einen Mix zu finden.

    Betreffend Europa und Österreich ticken wir ja wohl ähnlich und die Vorteile der Nachrichten sehe ich auch so.

    Glückwunsch zu deiner Immobilie! Das für den Eigenbedarf finde ich als eine sehr gute Basis wenn man sich zuhause verankern will. Daher habe ich weitere Aktien-Investments oder REITs, Fonds, ETF etc. für den Immo-Sektor ausgeschlossen.

    Viel Erfolg weiterhin und beste Grüße
    Christian

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  5. Servus Christian,

    „Finanzierung für den Nachkauf ist geplant und möglich bis Ende 2026.“ >>> bedeutet neuer Kredit?

    Der Feigenbaum wird bestimmt klasse. Wir haben auch einen und der wächst wie Unkraut und trägt schöne Früchte (schöne Analogie zu den Dividenden :))

    Grüße ins Weinviertel,

    Schlumich

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  6. Guten Morgen Schlumich,

    sagen wir eine Zwischenfinanzierung für das Investment. Anfang Oktober sollten 5K von einem Nachrangdarlehen zurück kommen und das habe ich dazu einkalkuliert.

    Freut mich dass dein Feigenbaum gut gedeiht und Früchte trägt! Meine war nur so eine kleine Topfpflanze, verschnitten und verkümmert und Restposten von Hofer-Supermarkt und ich hatte Mitleid. Aber ich mag eben solche Typen die kämpfen können 🍀🪴

    Beste Grüße aus dem Weinviertel
    Christian

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  7. Wir haben auch 2 Feigenbäume im Garten. Wächst in der Tat wie Unkraut und liefert jedes Jahr mehr an Dividende als wir essen können. Die ersten Jahre sollte man die Bäumchen aber vor Frost schützen. Später halten sie den Frost aus.

    LG. aus NÖ.

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  8. Gratulation zu deiner Nestle-Position. Insgesamt finde ich. dass dein Depot durch die Konzentration deutlich gewonnen hat. Auch steigert es die Identifikation mit den Unternehmen oder besser gesagt, die Möglichkeit, die Unternehmen besser zu durchdringen. Weiter so Christian. Beste Grüße Frank

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  9. Hallo Frank,

    Ja, ich habe das Bäumchen im ersten Jahr mit dem Topf zu den Oleandern eingewintert. Die letzten beiden Winter habe ich um den Baum Laub aufgeschüttet damit die Wurzeln nicht frieren. Jetzt scheint er erstmalig eine Frucht. Genauso Geduld wie für ein Portfolio 🙂

    Liebe Grüße an die Nachbarschaft in NÖ,
    Christian

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  10. Hallo Frank,

    Danke für die Wünsche zur Nestlé Position! Dort wird die Dividende seit ca. 30 Jahren gesteigert – zuletzt gering aber dafür ist der schweizer Franken stark.

    Die Positionen ab 1K netto Dividenden helfen mir die Positionen zu halten und nicht allzu viel zu traden. Die Gewichtung finde ich für mein Risikoprofil auch gut. Irgendwie bin ich doch nach Gold, dann Bitcoin und nun auch bei den Aktien stabiler geworden. Oder es ist das Alter 😉

    Herzliche Grüße
    Christian

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