Meine Fabrik produziert weiter Geld – muss ich etwas an den Maschinen Ă€ndern? 🏭

Besonders in der letzten Jahresphase geistern bei mir viele Überlegungen durch den Kopf. Das sind z.B. kurzfristige die meine Steuern fĂŒr das laufende Jahr betreffen, mittelfristig was das Einkommen fĂŒr das nĂ€chste Jahr betrifft oder eben auch langfristig fĂŒr die nĂ€chste Dekade oder mehr đŸ•°ïž

Die Gefahr besteht darin dass ich mich zu AktivitĂ€ten hinreissen lasse – obwohl wie im Titel steht die Geldfabrik seit 2017 gut lĂ€uft. Also die Fakten auf den Tisch…

Eine meiner besten Ideen in der Vergangenheit war sich mehr auf die Anlageklassen fokussiert sein um mich weniger zu verzetteln. Das ist die wesentliche Richtung was die Fabrik leisten soll.

Aus meinem letzten Monatsbericht…

  1. Kurzfristig: ich werde fĂŒr dieses Jahr nichts mehr Ă€ndern. Die wesentlichen Schritte fĂŒr 2025 waren keinen Kredit und somit Zinsen zu haben, was mich auch geistig finanziell frei gemacht hat. Das zweite war die Reduktion auf 55 Maschinen in der Fabrik, d.h. Investmentpositionen.
  2. Mittelfristig: das Dividenden- und Zinseneinkommen mit 17K habe ich bereits ermittelt… https://bergfahrten.com/2025/11/12/geplante-17k-netto-dividenden-fur-2026-mit-einem-stabilen-portfolio-und-reserven-in-gold-und-bitcoin-🧡/ und wenn ich da noch ca. 4K Firmenpension dazu rechne werde ich mit 21K meine Ausgaben fĂŒr die Lebenskosten decken können.
  3. Langfristig fĂŒr Jahre: ist auch absehbar. Knapp 5 Jahre bleibt mein finanzieller Status in der finanziellen UnabhĂ€ngigkeit und ab 2030 sollte durch das Einkommen mit der staatlichen Pension etwas mehr Freiraum geschaffen werden.
  4. FĂŒr 10 Jahre oder Dekaden: Meine Fabrik soll in drei wesentlichen Bereichen wachsen können:
  • Einzelaktien: ist aktuell mit 72,6% der grĂ¶ĂŸte Treiber der auch den meisten persönlichen Aufwand benötigt
  • ETF und Fonds: passives Einkommen ist mit 3% erst im Aufbau begriffen – wĂŒrde Investments benötigen die ich aber erst ab 2030 habe
  • Bitcoin, Gold und LiquiditĂ€t: ist der finanzielle Wertspeicher mit Bereich 19,2% die mich persönlich dank Kurssteigerung von Bitcoin und Gold bereits ausreichend Absicherung geben. Basis wĂ€re eben 80 / 20 fĂŒr diese Aufteilung.

Die oben genannten sind 94,8% und auslaufende Positionen von 1,9% Anleihen und 3,3% Darlehen benötigen nun eben Geduld und Zeit bis diese auslaufen.

Im wesentlichen fehlt mir eine Entscheidung ab 2026…

Meine laufenden SparplÀne kommen bis 2030 nicht aus dem Einkommen sondern aus Umschichtungen bzw. VerkÀufen. Mein Mindset ist seit 1980 von SparplÀnen geprÀgt (Bausparen, Fondssparen, Gold- und Bitcoin SparplÀne und seit 2024 noch AktiensparplÀne in Apple und Microsoft).

Wenn ich aber feststelle dass wie o.g. 21K Einkommen meine 21K Ausgaben fĂŒr 2026 decken und meine Fabrik jetzt mit 55 Maschinen gut lĂ€uft – warum soll/muss ich mit SparplĂ€nen umschichten?

NatĂŒrlich hat jeder seine PrioritĂ€ten – aber wenn ich keine Umschichtung mache sehe ich deutlicher wie sich mein Einkommen lĂ€ngerfristig entwickelt. NatĂŒrlich sind jetzt 1-2K monatliche SparplĂ€ne keine massive Umstellung aber ich muss nicht jedesmal fĂŒr die Finanzierung etwas verkaufen đŸ€”

Anders gesagt – ich fĂŒhle mich damit zufrieden…

Mr. Market arbeitet auch ohne meine AktivitĂ€ten weiter und die Fabrik lĂ€uft…

Meine LiquiditĂ€t deckt jedenfalls noch SparplĂ€ne fĂŒr Dezember 2025. Ab JĂ€nner 2026 werde ich den Weg mit oder ohne SparplĂ€ne einschlagen. Meine bereits ĂŒberlegten 5-JahresplĂ€ne könnte ich auch quartalsweise beibehalten. Feedback oder Gedanken dazu sind willkommen.

Die weihnachtliche Zeit hat begonnen und ich wurde bereits beschenkt 🎄

Ein angenehmes Wochenende an meine Leser und beste GrĂŒĂŸe aus dem Weinviertel 😎

Bergfahrten

10 Kommentare zu „Meine Fabrik produziert weiter Geld – muss ich etwas an den Maschinen Ă€ndern? 🏭“

  1. Hallo Christian,

    definitiv wĂŒrde ich alle SparplĂ€ne bis zum Pensionsantritt 2030 beenden. Es macht keinen Sinn diese aus Mangel an LiquiditĂ€t laufend durch Umschichtungen und VerkĂ€ufe zu finanzieren. Ich sehe SparplĂ€ne eher als geeignetes Instrument fĂŒr Einsteiger in dieser Thematik. Mit deiner langjĂ€hrigen Erfahrung setzt du einfach weiter wie gewohnt auf Einzelaktien.

    LG

    Robert P.

  2. Hallo Robert,

    Danke fĂŒr deine Meinung! Ich vermute wohl auch dass das Thema SparplĂ€ne bei mir eben nach 40 Jahren eher eine Gewohnheit geworden ist. Nachdem ich mir nun das Thema Margin Kredit abgewöhnt habe wĂ€re es einen Versuch wert das mit den SparplĂ€nen auch zu machen. Die Kauf- und Verkaufsspesen kann ich sparen und natĂŒrlich auch die KESt fĂŒr realisierte Gewinne.

    Mal sehen ob auch VorschlĂ€ge fĂŒr die SparplĂ€ne kommen.

    Schönes Wochenende und Liebe GrĂŒĂŸe
    Christian

  3. Hallo Christian,

    ich wĂŒrde auch die SparplĂ€ne zum Ende des Jahres einstellen. Ich kann gut nachvollziehen, dass dir das schwerfĂ€llt. Gewohnheiten abzulegen, ist schwierig. Aber objektiv betrachtet macht es eigentlich keinen Sinn, Positionen aufzulösen, um damit SparplĂ€ne zu fĂŒttern. Auch die ETF Positionen wĂŒrde ich ĂŒberdenken. Wenn du dadurch dein Depot diversifizieren willst, reicht eigentlich ein kostengĂŒnstiger ETF wie der FTSE All World. Nasdaq 100 und S&P 500 braucht es da eigentlich nicht mehr. Auch die Einzelpositionen Apple und Microsoft wĂŒrde ich verkaufen, ihr Depotanteil ist so gering, dass sie nur sehr geringe Auswirkungen auf die Performance haben. Du hĂ€ttest dann deine Dividendenaktien als Kern und zur weiteren Diversifikation den ETF und die Assets Gold und Bitcoin.

    Ich lese schon sehr lange deine BeitrĂ€ge, vielen Dank fĂŒr deine Transparenz und alles Gute fĂŒr die Zukunft.

    Gruß

    Thomas

  4. Hallo Thomas,

    Danke fĂŒr dein Feedback und Hinweis / Erinnerung auf den Vanguard A.W. 🙂

    Wow, der steht bereits auf 31% Tech. und wie bekannt auf viel Nordamerika, dzt. 66%. Deine Überlegung mit einem ETF war immer wieder in meinem Hinterkopf. Eine nennenswerte ETF Position im Depot zur Diversifikation ist natĂŒrlich klarer als 7 ETF-Positionen. WĂ€re jedenfalls eine deutliche Fokussierung.

    Die Einzelaktien Apple und Microsoft werde ich als Tech behalten, auch wenn Warren Buffett und Bill Gates ihre Positionen reduziert hatten. DafĂŒr habe ich die auch als Position in der Grafik und nicht als Diverse.

    Ich werde da noch ein paar mal drĂŒber schlafen und der Ex-Tag ist wohl Mitte Dezember fĂŒr die nĂ€chste AusschĂŒttung Anfang JĂ€nner.

    Danke fĂŒr dein Interesse und auch dir viel Erfolg fĂŒr deine Veranlagung!

    Beste GrĂŒĂŸe
    Christian

  5. Lieber Christian

    Ich schreibe ja schon lange gegen deinen ‚Hyper-Aktivismus‘ in deinem Depot an. Schön, dass du es endlich etwas ruhiger angehen möchtest. Ich wĂŒrde dir folgende Leitplanken fĂŒr die nĂ€chsten 5 Jahre vorschlagen (keine Anlageberatung!):

    1. Keine neuen Positionen mehr eröffnen. Das befreit dich komplett vom Druck, stets die Augen nach neuen ‚Chancen‘ offen zu haben, um dich immer wieder mit neuen ‚Starterpositionen‘ zu verzetteln.
    2. Alle SparplĂ€ne stoppen. SparplĂ€ne sind fĂŒr die Aufbauphase geeignet, in der du regelmĂ€ĂŸig ÜberschĂŒsse erzielst, die du automatisch anlegen möchtest. Bei dir ist das ja nicht der Fall – du lebst bereits von deinem Depot.
    3. Dich auf maximal 3 gĂŒnstige und ausschĂŒttende ETF konzentrieren, welche eine maximale Diversifikation zu deinen Einzelaktien bilden, z.B. World Small Caps, Nasdaq 100 und Euro Stoxx 600.
    4. Die Mikro-Positionen (< €2,500) nach und nach abstossen. Du brauchst keine €1000 in Itochu, keinen Osteuropa-ETF und keinen Arereo Weltfonds als Benchmark im Depot…
    5. Wann immer du nach Monatsabschluss freie Mittel hast (verfĂŒgbare LiquiditĂ€t > dein gewĂŒnschter Cash-Puffer), das Geld in den jeweils kleinsten der 3 oben definierten ETF stecken.
    6. Maximal ein Verkauf und ein Kauf pro Monat zur Selbstdisziplinierung.

    Ich wĂŒnsche dir weiterhin viel Erfolg und freue mich auf viele weitere spannende BeitrĂ€ge auf deinem Blog!

    Herzlich,

    Dein Dominic

  6. Hallo Christian,

    kann mich den Vorschreibern nur anschließen- du bist seit 7 Jahren in der Entnahmephase- und bleibst dabei weit unter der theoretisch möglichen Entnahmerate. Umschichtung kostet nur GebĂŒhren und Steuern. In 5 Jahren ist dein LiquiditĂ€tsproblem mit Pension hoffentlich Geschichte. Wenn du dann nicht irgendwann ernsthaft anfĂ€ngst zu dekumulieren wirst du irgendwann sehr reich sterben.

  7. Hallo,

    ich stimme dir zu. Wenn ich meinen Lebensstil nicht signifikant Ă€ndere und große und dumme Fehler vermeiden kann, dann werde ich reich sterben. Da ich der staatlichen Pension und dem Wert den ich bekommen werde misstraue lasse ich lieber mein Portfolio weiter arbeiten. Was mir der Staat gibt nehme ich dann gerne dazu.

    Danke fĂŒr dein Feedback und einen schönen Abend!
    Beste GrĂŒĂŸe
    Christian

  8. Hallo Dominic,

    vielen Dank fĂŒr deine „Leitplanken“ und ich werde mal meine Überlegungen dazu schreiben.

    Zu 1 keine neuen Positionen mehr eröffnen – wĂŒrde und kann ich nicht fix machen. Mit den Starterpositionen gebe ich dir recht – es muss ein sehr interessantes Angebot sein und ich sollte gleich richtig einsteigen. Aber das wĂ€re dann dein Punkt 6

    Zu 2 alle SparplĂ€ne stoppen – dies erscheint in meiner Überlegung und auch in den Antworten eindeutig zu sein. Es macht mir nur Verkaufsdruck um die SparplĂ€ne zu erfĂŒllen. Also Übereinstimmung.

    Zu 3 mit den drei ETF muss ich wohl eher radikaler mit einem lösen. Das Problem bei 3 ist fĂŒr mich persönlich dass ich weiter nach 4,5, oder mehr ETF-Lösungen suchen werde. Da ist es besser ich mache es wie beim Bitcoin – ein Investment das den globalen Index und somit Aktienmarkt anbietet – also wohl der Vanguard All-World. Aber somit dann auch keine Mascherl fĂŒr Regionen, UnternehmensgrĂ¶ĂŸen, Sektoren etc. wie in der Vergangenheit. Ein Investment als Index ETF ist fĂŒr mich greifbarer und den dafĂŒr aber mit entscheidend aufbauen.

    Zu 4 das mit den Mikropositionen ist fĂŒr mich zu dem Zeitpunkt als Diverse gelöst. Ja, es sollten nicht mehr werden – die Tendenz wird nach meinem GefĂŒhl aber weniger sein – entweder stocke ich zu einer nennenswerten Position auf, oder es erhöht eine bestehende Position oder den V. All-World.

    Zu 5 freie Mittel – das lasse ich offen und diese FlexibilitĂ€t entscheide ich was mir wichtig erscheint.

    Zu 6 wenn ich fĂŒr 2026 schaffe ohne Margin Kredit und ohne SparplĂ€ne durchziehen kann bin ich mal zufrieden. Ich sage mal so, Ende 2026 sollte ich nicht mehr Positionen als am Jahresanfang haben.

    Danke fĂŒr deinen Input und die WĂŒnsche! Wie ich dann meinen Blog fĂŒlle, werde ich mir ĂŒberlegen. Konzentration wĂ€re diese Umstellung und ich auch langfristig dran bleibe.

    Liebe GrĂŒĂŸe und einen schönen Sonntag
    Christian

  9. Hallo Christian, ausgezeichnete RatschlÀge von Thomas und Dominic und ohne Widerspruch nur zu empfehlen.
    Lg, Christian

  10. Hallo Christian,

    die allgemeine Übereinstimmung ohne SparplĂ€ne weiter investiert zu sein setze ich um. Erste SparplĂ€ne werden bereits ab Dezember storniert. Ja, Thomas fasst es schön zusammen „Dividendenaktien als Kern und zur weiteren Diversifikation den ETF und die Assets Gold und Bitcoin“.

    Nachdem ich Ende 2024 das Thema Margin Kredit abschließen konnte kommt nun das nĂ€chste Thema SparplĂ€ne dran. Große Verwerfungen hoffe ich trotzdem aber zu vermeiden.

    Danke fĂŒr die Zustimmung und liebe GrĂŒĂŸe
    Christian

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