Die Zahnräder drehen sich zwar aber manche Entscheidungen fallen mir schwer. Besonders schwierig fällt es mir wenn es mehr als ein Unternehmen oder Wertpapier betrifft. Aber nun einmal der Reihe nach 😉
Im Winter 2021/2022 erfolgt die Umstellung meines Aktiendepots von Degiro zu Flatex AT. Der Vorteil war dass Flatex die Depotpositionen kostenlos umstellte und hinkünftig die Abwicklung steuereinfach mit dem Finanzamt abwickelt. Der Nachteil waren höhere Kosten für Kauf & Verkauf und Dividendenspesen.
Mein Plan war mir das im Kalenderjahr 2022 mir anzuschauen und dann Entscheidungen zu treffen. Die Dividendenspesen für ein ca. 500 TEUR Depot betrafen nun ca. 600 EUR die auch die üblichen Depotspesen bei anderen Banken & Broker in Wien betragen.
Jedenfalls habe ich daraus beschlossen meine Dividendenspesen zu optimieren ohne jedoch meine Strategie maßgeblich verändern zu müssen.
Die Strategie beinhaltet große Blue Chip Positionen und kleine Start- und Beobachtungs-Unternehmen im Portfolio zu führen. Bei den großen Positionen sind die Dividendenspesen akzeptabel und bei kleinen unter 15 EUR fallen keine Kosten an.
Die Schwierigkeit war – welche Positionen sind Blue Chips, wer sind Mittelmaß und die Trennung der letztgenannten? Daher habe ich in den letzten Monaten einige Listen erstellt – wohlwissend dass es nicht in Stein gemeißelt ist und Mr. Market doch beeinflussen wird. 18 Positionen als Blue Chips:
Diese Woche wurde die USA vom Rating AAA reduziert – erfreulich dass Johnson & Johnson und Microsoft dieses Top-Rating behalten können 🇺🇸
Hilfreich war jetzt der Margin Kredit und die Dividendenspesen. Beides verursachen Kosten die ich nun verbessern werde. Market Timing finde ich wenig sinnvoll aber längerfristig warten sollte ich auch nicht.
Der finanziell- und mathematische Ansatz: Ich habe die Dividendenliste von August 2022-Juli 2023 ausgewertet. Alle Dividendenpositionen die Österreich, Deutschland, ETF und REIT betreffen habe ich entfernt. Weiters habe ich dann die Netto-Dividenden unter 15 EUR gestrichen.
Verblieben sind dann 41 Depotpositionen die Dividendenspesen betroffen haben. Aus diesen 41 Unternehmen standen noch 11 Unternehmen die aus der o.g. Liste als Blue Chips bleiben und weiter aufgebaut werden.
Damit ergeben sich 30 Depotpositionen im „ungewollten Mittelmaß“ die ich auf kleine Beobachtungspositionen zurück kürzen werde:
- Ahold Delhaize
- Altria
- American Express
- Anheuser-Busch
- AT&T
- Banco Santander
- Bank of Nova Scotia
- BAT
- Cisco
- Coloplast
- Consolidated Edison
- ENEL
- ENI
- GlaxoSmithKline
- Haleon
- HSBC Holding
- KAO
- Kimberley-Clark
- Kraft-Heinz
- Kurita Water
- Red Electrica
- Southern
- Telefonica
- Toyota Motor
- US Bancorp
- Verizon
- Vodafone
- Walgreen Boots Alliance
- Wesfarmers
- Woodside Energy
Akzeptieren muss ich den steuerlichen Effekt, große Gewinner sind z.B. American Express, Kimberley-Clark und Versorger aber auch einige „Leichen“ wie Banken und Telekommunikation.
Nebeneffekt ist – die Branchen Telekommunikation, Öl und Tabak werden auch deutlich gekürzt das ich längerfristig von meiner Chancen-Einschätzung her passt aber mit diese guten Dividendenbringer fehlen werde. Es wird also wieder ein Balanceakt – geringere Dividenden vs. geringere Spesen & Kosten.
Meine letzte „grobe“ Anpassung auf die Dividendenstrategie war 2012/2013 – also gut 10 Jahre. Diesmal ist ist kein Strategischer Wechsel sondern die klare Trennung in große und kleine Positionen. Neu- oder Nachkäufe sind in Zukunft dann auch klar definiert. Für kleine Positionen gilt – solange ich bei Finanznachrichten noch meine Depotpositionen im Kopf behalten kann mache ich keine Obergrenze.
Es wird also weiter gespart und ich entnehme seit 2018 die Früchte als Dividenden 🍏
Nach der großen Hitzewelle und Trockenheit im Juli folgen nun Regenfälle und ein Temperatursturz. Heute habe ich bei 15° die Sitzheizung im Auto aktiviert 😉
Der erste Zwiebel aus dem Garten ist auch zum kochen verwendet worden. Penne mit pannonische Pasta und Mais 🧅
Einen schönen verbleibenden Sonntag und beste Grüße
Bergfahrten






Hallo Christian, danke für Deine Infos. Kannst du deine Aktien käufe und Verkäufe nicht bei einer in Deutschland ansässigen Bank durchführen. Hatte bisher einen Freistellungsauftrag über 1000 Euro seit Anfang August , da ich Rentner bin habe ich für meine Banken eine Nichtveranlagungbescheinigung , somit keine Steuern zahlen auf Zinsen und Dividenden für 3 Jahre. lg Thomas
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Hallo Thomas,
eine in Deutschland ansässige Bank hilft mir steuerlich wenig. Mein Wohnort ist Österreich, also gibt es für das Finanzamt keinen Freistellungsbetrag. Die Überträge zwischen AT und DE müssen dem Finanzamt gemeldet werden und das kann dann echt ungemütlich werden.
Die Situation als deutscher Rentner betrifft mich also auch nicht. Glückwunsch zur deutschen Regelung auf 3 Jahre. Ich finde es lustig wie oft ich Deutsche in Social Media (Twitter) jammern lese und trotzdem immer mehr Vorteile als Eure Nachbarn habt 😉
Naja, ab Oktober 2030 bekomme ich eine staatliche und kleine Betriebsrente in Österreich. Dann zahle ich weiterhin unverändert für Dividenden oder Kursgewinne abzüglich Verluste eben 27,5% Kapitalertragssteuer.
Der Beitrag hier soll meine Dividendenspesen längerfristig reduzieren und wie beschrieben in Blue Chips und Beobachtungspositionen trennen.
Liebe Grüße
Christian
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Änderst du deine Strategie nur aufgrund der Dividendenspesen? Oder hat das noch andere Gründe? Als Alternative könntest du auch alle Positionen die > 15 Euro Dividenden haben weiter zur dadat-Bank verschieben da dieser Broker keine Dividendengebühr einhebt. So habe ich das gelöst (ETF/Growth: Flatex, Dividendenaktien: dadat) Die haben derzeit ein Angebot: Keine Debotgebühr bis 2025 und Übernahme von Übertragungsspesen bis 250 Euro. Das einzige was dann anfällt: Wenn du bei einem Broker einen Verlust machen würdest, müsstest du dir selbst über die Einkommenssteuererklärung die zu viel gezahlte Steuer zurückholen.
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Hallo,
Danke für den Tipp mit DaDat. Mir gefallen die Depotgebühr ab 2025 leider nicht. Wächst das Depot (wovon ich langfristig ausgehe) dann werden aus die Spesen mehr. Kenne ich von der Easybank.
Ich wollte immer große und kleine Positionen im Depot haben. Die mittleren sind eben von Degiro mitgekommen. Nun habe ich mir 1 1/2 Jahre Zeit gelassen um das gerade zu ziehen. Naja, besser heuer in 2023 als weiter mit dem Mittelmaß herumwurschteln.
Abgesehen davon will ich kein drittes Depot. Bei der Easybank habe ich die Schweizer Aktien (weil das Procedere mit der Steuerrückerstattung funktioniert) und ein paar langfristige Anleihen. Neben der Easybank & Flatex bin ich ausreichend bedient und eine 3. Bank und Plattform macht mir das Leben auch nicht leichter.
Die Gründe sind also auch langfristig meine zwei bestehenden Depots zu steuern.
Beste Grüße
Christian / Bergfahrten
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Es würde deinen Verwaltungsaufwand etwas erhöhen aber die GB-Werte könntest du aufteilen in Aktien und ADR e.g. BAT und BTI Damit könntest du schon einmal ein paar Dividendengebühren sparen. Ich kenne Flatex nicht aber wie wäre es manche Aktien auf verschiedene Börsen zu verteilen ? Die Geschmäcker sind verschieden aber für mich lohnt sich ein Broker im Ausland mit marktüblichen niedrigen Gebühren. Für 600 € Ersparnis an Dividendengebühren opfere ich gerne die paar Minuten für eine Steuererklärung.
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Hallo,
Danke für deine zwei Tipps.
Zu ADR – mir ist der Besitz von Aktien und nicht von Wertpapieren vom Emittenten lieber. Das ist eine persönliche Risikobetrachtung.
Zu verschiedenen Broker – ich bin 58 und werde optimistisch noch ca. 30 Jahre investieren. Meine persönliche Meinung zu Neobroker ist negativ weil keine Historie dahinter liegt. Also habe ich null Bock mich zwischen „neuen und geschlossenen“ Neo-Brokern dahin hüpfen. Abgesehen davon schicke ich mein erspartes Cash lieber einem renommierten Broker als Trade Republic und co.
Fazit: Zwei Depots langfristig behalten ist mir ein paar Gebühren wert. Etwas optimieren wenn es möglich ist mache ich! Aber meinen guten Schlaf setze ich deswegen ein paar Spesen nicht zur Disposition.
Beste Grüße
Bergfahrten
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Tja schwierige Sache. Mir persönlich ist eine ING Diba und eine Comdirekt auch ausreichend. Zum Zocken habe ich noch etwas bei Trade Republic. Aber alles nur bei Trade Republic nur um irgendwelche Gebühren zu sparen, möchte ich auch nicht. Möglicherweise fällt das unter irrationales Käuferverhalten. Ja und bei manchen Anbietern gefällt mir die Plattform nicht usw. Kosten sparen ist die eine Sache, wenn man aber unzufrieden ist mit den restlichen Rahmenbedingungen macht das auch keinen Sinn. Aber wenn das nicht so wäre, würden ja auch alle Menschen das gleiche Auto in der gleichen Farbe fahren. Also es gibt natürlich noch andere Entscheidungsgründe wie nur die Kosten. Aber Deine Dividendengebühren sind nicht unerheblich. Da wird Dir nichts anderes übrig bleiben als das kaufmänisch zu berechen, wieviel Gebühren sind sparbar und wieviel Dividende erhälst Du dadurch weniger. Auf der anderen Seite sparst Du Dir die Kreditzinsen, vorausgesetzt Du verwendest die Verkaufserlöse nicht sofort wieder zum Aufstocken Deiner Blue Chips.
Vielleicht gelingt es kostenneutral oder sogar geringfügig vorteilhaft umzukrempeln. Unter Berücksichtigung wegfallender Kreditzinsen und wegfallender Dividendengebühr, bin ich mir sicher, dass diese 2 Posten größer sind als der Dividendenwegfall.
Ich befüchte nur, dass Du das nicht lange durchhhalten wirst und dann wieder der Kredit in Anspruch genommen wird. Auf jeden Fall viel Erfolg.
Und ich warte auf Wetterbesserung, dass ich doch noch ein paar Tage nach Kärnten kann. Gestern hatten wir 15 Grad und heute soll es immerhin schon 18 Grad geben in Süddeutschland. Es soll zwar besser werden, aber kein stabiles Wetter in Sicht.
Übrigens noch zur Rente in Deutschland. Da sehe ich immer Berichte von Österreich was da alles besser ist als in Deutschland bezügl. der Rentenhöhe und Rentensystem. Naja wird auch alles seine Vor- und Nachteile haben.
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Hallo Star,
100% Zustimmung betreffend Depots. Wie du schreibst sind da nicht nur Kosten sondern auch Vertrauen, Bequemlichkeit, Historie und wohl noch vieles mehr persönlich entscheidend.
Der Margin Kredit wird nicht gleich auf Null gestellt. Ich werde, um es vergleichen zu können die Reduktion der 30 Positionen erst nach den 2023 Ausschüttungen oder etwas früher nach den letzten Ex-Tagen für heuer durchführen. Mit Ende 2023 habe ich dann das Jahr mit hohen Dividendenspesen und Margin Kredit und ab 2024 starte ich mit geringeren Dividenden, Dividendenspesen und ohne Margin Kredit. Soweit das Ziel und für so jährliche Pläne bin ich motivierter weil ich die vergleichen kann.
Das Thema Renten und Ländervergleich ist ja eher sinnlos. Mir kommt das eher nach jammern an. Aber für mich wird es ein Zusatzeinkommen und meine Sparquoten werden steigen – außer meine finanzielle Situation oder Lebensumstände verändern sich drastisch.
Heute ist es im Weinviertel auch noch extrem Kalt. Ab morgen sollte es besser und auch etwas trockener werden. Falls Du nach Kärnten fahren willst rufe vorher an und erkundige wegen den Unwetter und Überflutungen. Nicht dass dein Quartier betroffen ist – damit wäre die Fahrt wohl sinnlos.
Schönen Urlaub und beste Grüße
Christian
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“ Mit Ende 2023 habe ich dann das Jahr mit hohen Dividendenspesen und Margin Kredit und ab 2024 starte ich mit geringeren Dividenden, Dividendenspesen und ohne Margin Kredit. “
Hallo Christian
Ohne Margin Kredit, wirst du nicht hinbekommen, da bin ich mir sicher. Vielleicht mal vorübergehend für maximal 2 Wochen, aber dann hast du sicher wieder irgendeine Aktie zum kaufen gefunden.;-) Kurse sind ja auch gerade wieder etwas zurück gekommen und der September und Oktober stehen vor der Tür 🙂
Aber natürlich kann jeder selber über seine Geldanlage entscheiden, für mich wäre das auf Kredit nichts. Da habe ich lieber 10 % in Tagesgeld und 90 % in Aktien. Wenn die Kurse fallen kann ich nachkaufen und wenn nicht auch gut steigt halt mein Depotwert.
MfG
Dirk
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Hallo Dirk,
ich bin wirklich erstaunt wie Du meine Zukunft vorhersagen kannst die ich natürlich auch nicht kenne. Glückwunsch!
Beste Grüße
Christian
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Hallo Christian,
ich finde Ihre Vorgehensweise gut, die Positionen etwas mehr zu fokussieren.
Das Ziel mit 58 noch 30 Jahre zu investieren gefällt mir auch gut!
Bezüglich des Kriteriums mit den <15€ Dividenden, gibt es perspektivisch ja das (nette) Problem, dass Divi-Steigerungen der Kleinpositionen die Kosten erhöhen können bei Schwellenwertüberschreitung. In 10 Jahren steht dann die nächste Aufräumaktion an.
Ich bin von meinem Urlaub in der Steiermark zurück und wie erwartet wird es hier im Blog nicht so schnell langweilig 🙂
Alles Gute!
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Hallo,
die 58 schrecken mich persönlich noch nicht wirklich. Mit Charlie Munger & Warren Buffett weit über 90 habe ich ja optimistische Beispiele 😉
Mit den Dividendensteigerungen und der 15 EUR Netto Dividendengrenze hast Du natürlich recht. Aber es werden dann Einzelunternehmen bei den Ausschüttungen erreicht werden und ich möchte dann die Depotposition dann wieder halbieren. Ziel ist es die monatlichen Kurse zu checken, mich über viele kleine Dividenden zu freuen und die Wirtschaftsnachrichten für diese Positionen weiterhin zu verfolgen. Mit einer Watch List klappt das bisher eben nicht.
Alles Gute Daheim nach deinem Urlaub in der Steiermark und viel Erfolg für den August!
Beste Grüße
Christian
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warum nicht einfach zu interactive brokers. auf die gründe, warum du da nicht mit dem depot hin willst, bin ich gespannt.
du bekommst von dort auch alles, was du für deine steuererklärung brauchst. dauert am ende keine 10 min
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Hallo Torsten,
das habe ich ein paar Kommentare vorher schon beantwortet:
„Zu verschiedenen Broker (oder Interactive Broker) – ich bin 58 und werde optimistisch noch ca. 30 Jahre investieren. Meine persönliche Meinung zu Neobroker ist negativ weil keine Historie dahinter liegt. Also habe ich null Bock mich zwischen „neuen und geschlossenen“ Neo-Brokern dahin hüpfen. Abgesehen davon schicke ich mein erspartes Cash von 500 TEUR lieber einem renommierten AT-Broker als Trade Republic und co.“
Es nutzt nix ein paar hundert Euro im Jahr zu sparen und schlaflose Nächte zu haben ob mein Geld bei einem ausländischen Broker sicher ist.
Beste Grüße
Christian
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dein geld liegt bei jpmorgan, ich glaube, noch sicherer kann dein geld nirgends liegen.
ich weiss auch nicht, wie du ib als neobroker bezeichnen kannst. ich glaube, es ist mittlerweile der größte broker der welt
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sieht man meinen kommentar nicht?
dein geld liegt bei jpm, der größten bank der welt. wie kommst du darauf, ib als neobroker zu bezeichnen?
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Hallo Torsten,
schön für JPM. Dann ist halt AT ein zu kleiner Markt und die drehen es wie Degiro in 2020 ab. Oder die FMA (BAFIN) ändert die Spielregeln für ausländische Broker. Ich habe auch keinen Bock mehr auf Depotwechsel in ausländische Broker denen ich nicht vertraue.
Mit freundlichen Grüßen
Christian
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war ja nur ein freundlich gemeinter vorschlag…
mit freundlichen grüßen
torsten
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Bin auf den Markteintritt von Chase (onlineMarke von JPM) in Deutschland gespannt. (sry für Österreich). Wenn der Preis stimmt, wird es bestimmt ein super Broker. Ansonsten hat Christian völlig recht mit seiner Brokerwahl.
Man muß einfach zufrieden sein, Vertrauen haben und ein gutes Gefühl dabei haben.
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Ich wollte ja nichts mehr dazu schreiben aber aus der Sicht von IB (Gründung 1978 und einer der grössten Broker Weltweit) ist flatex ein winziger Neobroker. Wenn IB irgendwann Probleme bekommen sollte sind flatex und andere winzige Broker schon lange Pleite. Das Problem bei den Brokern ist ja eher nicht der Verlust, sondern dass man an sein sicheres Sondervermögen eine Zeit lang nicht herankommt. Das kann einen aber auch bei Banken zustossen.
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Hallo,
„there is no free lunch“. IB, Flatex, Charles Schwab etc. sind gewinnorientierte Unternehmen. Wenn IB nicht seine Kosten von den Kunden nimmt dann holt er es sich von wem anderen. Die EU-Geschichte mit den Neobroker ist ja aktuell in den Medien. Oder IB verleiht deine Wertpapiere. Oder er bietet schlechtere Spreads. Oder er verdient an den Wechselkursen. Oder es gibt noch viele Möglichkeiten die ich nicht kenne.
Tatsache ist – ich will das Geschäftsmodell meines Dienstleisters verstehen wenn ich dem mein Geld schicke. Vielleicht bin ich zu doof, egal dazu stehe ich dass ich nicht alles verstehen kann. Apropos Gründung 1978 ist kein Grund und größe auch nicht. ENRON lässt grüßen. Viel Erfolg bei IB und
Viele Grüße
Christian / Bergfahrten
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Ich mag Flatex nicht, weil ich das Geschäftsmodell von Bernd Förtsch verstehe. Bei IB kann ich meine Papiere für Wertpapierleihe sperren. Bei Neobrokern geht das nicht :-).
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Richtig „There’s no free lunch“ aus diesem Grund sollten wir die Gebühren so tief als nur möglich halten. Ich finde ich es super dass IB mit sehr wenigen gesponserten Ausnahmen (die explizit ausgewiesen werden) eigentlich für jeden Trade eine Gebühr verlangt. Eine kurze Recherche zu Flatex und IB bringt sehr vieles zutage wo IB deutlich günstiger ist:
– Kosten im Aktienhandel sind tiefer als bei Flatex (insbesondere für die Grössenordnung deiner Trades), ETFs bin ich nicht sicher
– Mit den aktuellsten Zinssätzen die ich gefunden habe bietet IB einen ~1% günstigeren Margin Soll Zinssatz (bin nicht 100% sicher dass es der richtige für Österreich war bei Flatex)
– IB hat keine Dividendenspesen
– IB hat ebenfalls keine Depotkosten
– IB hat extrem günstige Währungswechselkosten (min 2$ oder 0,002%)
Der Grösste Nachteil wäre für jemanden aus Österreich, dass IB nicht steuereinfach ist. Damit hättest du von früher her zwar schon Erfahrung von Degiro und ich denke es gibt noch viele andere Broker die ebenfalls nicht steuereinfach sind. Soweit ich gefunden habe halten sowie Flatex als auch IB Wertschriften im Sondervermögen und keiner der beiden verleiht Wertschriften solange dies nicht gewollt ist. IB holt sein Geld vermutlich von Kunden im Optionenhandel, wenn ich ihre Geschichte durchlese war das das Erste was sie gemacht haben. Wenn du so Mühe hast mit IB würde es mich interessieren warum es dir so leicht fällt mit Flatex und vorher bei Degiro?
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