Meine Aktien erstmals nach der Morningstar Style Box bewertet

Hallo Zusammen,

sein eigenes Depot muss man kennen! Trotzdem stelle ich fest dass immer wieder viel Bauchgefühl und wenig Fakten auftauchen.

Klar wusste ich dass ich in den letzten Jahren fast immer die Unternehmen aus den großen Indexes gekauft habe. Und dass ich in Firmen mit bekannten und bestehenden Geschäftsmodellen investiert habe. Somit war mir historisch klar dass Large & Value die dominierenden Aktien in meinem Depot sind.

Ich kannte bereits die Morningstar Struktur von Aktien:

https://www.morningstar.co.uk/static/UploadManager/Other/MorningstarStyleBox_FactSheet_2014.pdf

Spätestens wenn mehrere Punkte zusammenkommen, möchte ich einmal ins Detail gehen und ich will etwas genauer wissen was in meinem Depot steckt 😉

Zuerst möchte ich meinen Small Cap ETF verkaufen weil er 1. thesaurierend ist und 2. meine Sparpläne reduziert habe. Und mein Schwergewicht in Value wollte ich auch einmal quantifizieren. Auslöser war aber auch dass mein Portfolio in den Einzelaktien noch im zweistelligen roten Bereich ist – klar auch nach Corona 😬

Schön reden könnte ich mir das Depot schon. Ich entnehme seit 2017 die Dividenden und ich verkaufe jährlich ca. 5 TEUR an Aktiengewinnen. Somit verschwinden natürlich konsequent die Aktiengewinne. Und da Technologie & Growth sich nach der Corona-Krise besser erholt haben ist da noch ein Nachholbedarf.

Start ist einmal der gesamte Bergfahrten-Fonds und darin stecken meine Investments mit rund 67% Einzelaktien…

InvestmentDepotin %Investment
Aktie379.800,0866,7 %445.899,58-14,82 %
Anleihe27.416,844,8 %25.811,936,22 %
Crowd77.407,8113,6 %77.206,740,26 %
ETF35.035,646,2 %38.592,57-9,22 %
Fonds24.764,754,3 %25.187,16-1,68 %
Gold20.886,453,7 %15.446,3535,22 %
Liquidität4.252,820,7 %4.252,820,00 %
569.564,39100,0 %632.397,15-9,94 %

Da ich mir für jede meiner Aktienpositionen entweder beim Kauf oder Nachkauf einen Auszug aus Morningstar ablege kann ich diesen „Anlagestil Aktien“ leicht auswerten. Dazu gibt es eben 9 Kategorien von Large bis Small und von Value bis Growth.

Und nun das Resultat meiner Aktien-Auswertung nach der Morningstar Style Box:

MorningstarDepotin %Investment
Large-Value198.043,0152,1 %228.501,99-13,33 %
Large-Blend85.327,5822,5 %87.407,66-2,38 %
Large-Growth45.367,1011,9 %64.675,11-29,85 %
Large328.737,6986,6 %380.584,76-13,62 %
Mid-Value33.247,678,8 %43.609,14-23,76 %
Mid-Blend10.593,242,8 %12.342,13-14,17 %
Mid-Growth0,000,0 %0,000,00 %
Mid43.840,9111,5 %55.951,27-21,64 %
Small-Value3.394,950,9 %4.348,29-21,92 %
Small-Blend3.826,531,0 %5.015,26-23,70 %
Small-Growth0,000,0 %0,000,00 %
Small7.221,481,9 %9.363,55-22,88 %
379.800,08100,0 %445.899,58-14,82 %

Ich werde jetzt meine Aktien nicht tauschen oder große Änderungen durchführen! Aber zumindest werde ich bei den nächsten Käufen schauen ob ich noch interessante Mid-Growth und Small-Growth Aktien finde. Eine Möglichkeit wäre z.B. der Vienna International Airport – FLU (AT00000VIE62) – den werde ich mir einmal als mögliches Investment genauer anschauen ✅

Im nächsten Schritt werde ich vor einem Kauf schauen wie das in diese Struktur passt. Die aktuelle Verteilung von Large-Mid-Small zeigt schon auch meine geringe Risikobereitschaft 😉

Und dass Value 61,6% mit 26,3% Blend und nur 11,9% Growth im Depot liegen zeigt auch meine zuletzt schwächere Kursentwicklung. Growth erreichte nun zwar die besseren Aktienkurse, die Dividenden kommen trotzdem mehr von Value und Blend. Somit muss ich hier auch die Balance weiter behalten 🙂

Ich wünsche Euch noch eine erfolgreiche letzte Mai Woche!

Viele Grüße ☀️

Bergfahrten

3 Kommentare zu „Meine Aktien erstmals nach der Morningstar Style Box bewertet

  1. Hallo Christian,
    alle die überwiegend auf Dividendenaktien fokussiert sind, werden große Unternehmen übergewichten.
    Sind halt die stabilsten.
    Ich schaue auf die Qualität der einzelnen Aktien.
    Diversifikation wird bei dir ja sehr groß geschrieben …. fast 100 unterschiedliche Investitionen … wäre mir viel zu viel …
    Schöne Grüße
    Uwe

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Uwe,

    stimmt, die großen und guten Unternehmen haben doch einfach weniger Risiko. Gilt auch bei den Dividenden – sonst wären es nicht schon Aristokraten oder sogar Dividendenkönige mit >50 Jahre von Erhöhungen.

    Du hast recht, in den 25 Jahren und mit dem Risiko der finanziellen Unabhängigkeit habe ich halt etwas zuviel gestreut. Kommt daher weil ich auf die Dividenden-Einkommen „abhängig“ bin. Ja, die 100 sind eh zu viel, vor allem weil ich ja auch etwas in ETF und Fonds stecke. In meinem Hinterkopf geht es eher auf Reduktion der Einzelpositionen bei Aktien, dafür höhere Anteile in ausgewählte Aktien (wie bereits bei Roche oder P&G).

    Liebe Grüße
    Christian / Bergfahrten

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