Low Risk & Rendite im Depot – My way đŸ’­

Hallo Zusammen,

der zweite Schritt auf dem Weg zu einem System fĂŒr meine Aktien 😉

Nach dem ersten Entwurf im Beitrag zu einem Low-Risk und Rendite System habe ich es damals noch als ersten Testlauf bezeichnet. Nun habe ich jetzt einmal die Basis und notwendigen Kennzahlen sortiert und getestet.

Dabei hakt es sich nicht an den Ideen! Die Umsetzung muss jedoch auch mit sinnvollem Aufwand machbar sein – und die Filterfunktionen fĂŒr Aktien sind nicht so komfortabel wie gewĂŒnscht.

Es bleibt aber die Basis und das Vertrauen in die Unternehmen! Da ich davon leben möchte ist das Income / Einkommen aus Dividenden fĂŒr mich essentiell wichtig.

Der Erste Scan erfolgt in Finanzen.net / Aktien / Suche mit folgender Auswahl:

  • Land Österreich (weil Home Bias) und/oder 2 INDEX
  • Dividendenrendite in % grĂ¶ĂŸer 3
  • KGV kleiner als 20%
  • 60 Tage VolatilitĂ€t kleiner als 20

Worauf basiert meine Aktienanalyse: Vorab die Basis sind die Vorhandenen Aktien in meinem Portfolio – ich werfe nichts weg und fange Neu an. Nach sinnvollen VerkĂ€ufen werde ich diese Kennzahlen vor dem Kauf heranziehen.

  1. Index Werte habe ich geĂ€ndert: Alt war der Dow Jones Industrial 30 und der Euro STOXX 50. Das grenzt die US-Auswahl zu sehr ein und in Europa wĂ€re ich auf die EURO-Zone beschrĂ€nkt. Also gibt es nun: S&P 500 fĂŒr die US-Aktien und den Stoxx Europe 50, somit inkl. GB & CH!!! – andere geographische Unternehmen oder z.B. Emerging Market & Small Caps bleiben weiterhin als ETFs in meinem Fonds enthalten.
  2. Dividendenrendite – grĂ¶ĂŸer als 3%
  3. KGV – kleiner als 20%
  4. VolatilitĂ€t –  kleiner als 20 – diese 3 Kennzahlen haben sich aus dem o.g. Screen bei Finanzen.net ergeben.
  5. Eigenkapitalrendite – entnehme ich den Einzelwerten von Morningstar – wenn wer bessere Abfragen im Internet kennt bitte einen Kommentar dazu geben 👍
  6. Magic Formular – 50 US-Aktien auf Basis von Joel Greenblatt und seiner „Zauberformel“ nach dem Buch „Die Börsen Zauberformel“
  7. Dogs of the Dow – die 10 DividendenstĂ€rksten Unternehmen vom DJ30 und werden jĂ€hrlich getauscht. Dieses System habe ich in im Beitrag zum Dogs of the Dow System vorgestellt. Der Start ist bereits passiert und die Aktien wurden fĂŒr das Dogs of the Dow System gekauft.
  8. Dividenden-Aristokraten – Einen Punkt fĂŒr die Unternehmen die 25 Jahre die Dividende gesteigert haben und zuletzt
  9. Dividenden-Könige – Analog zu jenen die 50 Jahre ihre Dividende steigern konnten.

Um es in einer Tabellenkalkulation einfache zu berechnen gibt es fĂŒr jene 9 Punkte eine Spalte. Ist die Kennzahl erfasst zĂ€hlt es als 1 Punkt und es berechnet sich eine maximale Low Risiko Kennzahl von 9.

Und das war das Resultat meiner ersten Abfrage:

  • Österreich gesamt – 3 Aktien (EVN, Telekom Austria und Voestalpine) die ich bereits in einem Beitrag gezeigt habe
  • S&P 500 – 51 Aktien also ca. 10% aus dem gesamten Index
  • Stoxx Europe 50 – 21 Aktien – also ca. 40% vom gesamten Index

Daraus kann man z.B. auch ersehen dass die US-Aktien doch deutlich „teurer“ sind als die EuropĂ€ischen Blue Chips Werte.

Ich zeige hier nur einmal die 1. Depotposition als Muster, bevor ich meine Aktien damit ergÀnze:

Name Index Div-Rendite KGV Vola-tilitÀt Eigen-kapital-rendite MF DoD DA DK Low Risiko Kennzahl
EVN AG AT 4,1 9,5 18,4 7,6 5

Die gescannten Daten sind aber aus 2018! Da muss ich mir definitiv eine bessere QualitĂ€t ĂŒberlegen. Dividendenrendite & KGV hĂ€tte ich wöchentlich z.B. aus meinem Börsen-Kurier.

Betreffend der Eigenkapitalrendite muss ich wirklich noch einen Wert definieren. Joel Greenblatt stellt 25% bei seiner „Zauberformel“ ein! Mein AT-Beispiel von EVN hat nur 7,6%, Apple hat ca. 56% – und der Rest ist wohl irgendwo dazwischen 😉

Was sagt Frau Susan Levermann dazu: Eigenkapitalrendite / RoE:

  • Über 20% = 1 Punkt
  • 10% – 20% = 0 Neutral
  • Unter 10% = -1 Punkt

Noch ein Beispiel z.B. meine „neue“ L’Oreal (FR0000120321) – ist im Depot, liegt nicht im Scan, hat eine Eigenkapitalrendite von 15,1% und hat eine 35jĂ€hrige Erhöhung der Dividenden auszuweisen. Daher hat es mal nur einen Punkt als Aristokrat.

Der nĂ€chste Beitrag wird der Monatsbericht am Wochenende sein. Ich wĂŒnsche Euch noch eine erfolgreiche letzte Woche im November und sonnige Tage ☀

Viele GrĂŒĂŸe

Bergfahrten

 

 

 

4 Kommentare zu „Low Risk & Rendite im Depot – My way đŸ’­

  1. Mal wieder ein Top Artikel. Habe mir die Tage Ă€hnliche Gedanken gemacht und auch eine Tabelle fĂŒr meine Watchlist erstellt. Ich bin immer geneigt mein Cash fĂŒr interessante Aktien auszugeben. Eine sachliche Auseinandersetzung hilft da gerade bei der aktuellen Maektphase. Habe teilweise andere Kriterien als du, aber VolatilitĂ€t und Eigenkapitalrendite sind durchaus sinnvoll. Eine super Sache um seine eigene Strategie zu entwickeln und zu verfeinern. Beste GrĂŒĂŸe dein treuer Fan und Leser 🙂 Nils

    GefÀllt 1 Person

  2. Hallo Nils,

    Danke fĂŒr dein Lob und Interesse! FĂŒr eine Watchlist macht das sicher auch sinn – spĂ€testens beim Kauf einer Position wie ich es machen möchte. Und das bestehende Depot einmal jĂ€hrlich, z.B. beim Dogs of Dow jĂ€hrlich ein update zu machen. Vielleicht schreibst du mal einen Beitrag ĂŒber deine Kriterien – das wĂŒrde mich auch interessieren!

    Sein eigenes System zu finden ist wichtig. Ich habe es mal mit Susan Levermann probiert – war aber damit nicht motiviert genug.

    Deine BeitrĂ€ge bei Kaufentscheidungen lese ich auch gerne, vielen Dank 👍

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Christian

    Liken

  3. Hallo,
    der Ansatz LOW RISK ist wirklich spannend, noch spannender wird es ihn irgendwie zu klassifizieren. Gerade in der aktuellen Marktphase beschĂ€ftige ich immer mehr gedanklich, was wĂ€re wenn… (nach der Krise ist vor der Krise 😉
    Beste GrĂŒĂŸe
    Torsten.

    GefÀllt 1 Person

  4. Hallo Torsten,

    ja, ich habe mein Depot schon mal mit 2 Fonds fĂŒr 2018 verglichen. Der Beitrag war im MĂ€rz „Depot 2018 Ertrag und Vergleich“ und da war ich ca. 1% schlechter als die Fonds nach der Korrektur im Q4 2018. Das wĂ€re z.B. eine Klassifizierung. Den werde ich auch fĂŒr 2019 nach der SteuererklĂ€rung machen.
    Du hast recht, immer wenn die US Index neue HöchststĂ€nde erreichen denkt man an „mögliche“ Krisen. Wenn dann sind es trotzdem nur Schwankungen, ein paar Jahre spĂ€ter ist man wieder auf einem neuen All Time High.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Christian

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.