Depotgebühr: Aktivität = Auswirkung ✅

Hallo Zusammen,

diesmal geht es um ein Beispiel dass man öfters seine Komfortzone verlassen sollte um Situationen, in meinem Fall ärgerliche Depotspesen, zu reduzieren. Das dient auch der persönlichen Balance und Zufriedenheit.

Als ich im letzten April eine Spesenabrechnung von meiner Hausbank für mein Wertpapierdepot im 1. Quartal über 116,89 EUR, das waren +40% zum Vorquartal erhielt war meine persönliche Kosten- und Schmerzgrenze deutlich überschritten und ich wurde aktiv.

Die Verhandlungen mit der Bank über die Depotspesen dauerte einige Wochen mit Mail und Telefonaten – das Ergebnis war dass die Bereitschaft der Bank mir deutlich entgegenzukommen leider nicht vorhanden war. Achja, was lerne ich daraus – eröffnet habe ich mein Depot dort 1999 – nun ist aber die Gewinnoptimierung der Bank wichtiger als den weiteren Bestand ihrer Kunden. Als nächster Schritt werde ich wohl meine Miniposition an Bankaktien davon auch verkaufen – langfristigen Erfolg mit dem verhalten bei diesem Geschäftsmodell sehe ich wohl eher nicht mehr.

Zurück zum Thema – die Frage ist ob man sich in Zukunft – d.h. langfristig und quartalsweise sich über etwas ärgern will das man nur aus Bequemlichkeit weiter nutzen möchte? Eine kleine Historie der Kostenentwicklung sollte man sich anschauen um nach reichlicher Überlegung danach konsequente Entscheidungen zu treffen.

WF/000002275 Depotgebühr 2.Quartal 2019 08.07.2019 -47,76 EUR
WF/000002045 Depotgebühr 1.Quartal 2019 08.04.2019 -116,89 EUR
WF/000001966 Depotgebühr 4.Quartal 2018 07.01.2019 -83,76 EUR
WF/000001873 Depotgebühr 3.Quartal 2018 08.10.2018 -86,45 EUR
WF/000001723 Depotgebühr 2.Quartal 2018 09.07.2018 -89,87 EUR
WF/000001622 Depotgebühr 1.Quartal 2018 09.04.2018 -91,07 EUR
WF/000001539 Depotgebühr 4.Quartal 2017 08.01.2018 -92,59 EUR
WF/000001383 Depotgebühr 3.Quartal 2017 10.10.2017 -124,56 EUR
WF/000001255 Depotgebühr 2.Quartal 2017 10.07.2017 -124,00 EUR
WF/000001122 Depotgebühr 1.Quartal 2017 03.04.2017 -128,94 EUR
WF/000001007 Depotgebühr 4.Quartal 2016 09.01.2017 -92,51 EUR
WF/000000858 Depotgebühr 3.Quartal 2016 03.10.2016 -87,95 EUR
WF/000000663 Depotgebühr 2.Quartal 2016 04.07.2016 -85,34 EUR
WF/000000472 Depotgebühr 1.Quartal 2016 04.04.2016 -75,11 EUR
WF/000000346 Depotgebühr 4.Quartal 2015 11.01.2016 -73,36 EUR
WF/000000238 Depotgebühr 3.Quartal 2015 05.10.2015 -60,42 EUR
WF/000000146 Depotgebühr 2.Quartal 2015 06.07.2015 -51,56 EUR
WF/000000076 Depotgebühr 1.Quartal 2015 07.04.2015 -75,95 EUR
WF/000000031 Depotgebühr 4.Quartal 2014 12.01.2015 -62,32 EUR

Erster Schritt – einmal die Emotionen abschalten! Während den Preisverhandlungen war genug Zeit einen Plan B zu entwicklen. Mit Spontanität würde ich einfach das komplette Depot verlegen. Die Kosten wären exorbitant hoch gewesen da beide Dienstleister für die Übertragung bei Depotpositionen dann Spesen verlangen. Auch steuerliche Probleme durch eine Übertragung wären möglich.

Das Ziel war langfristig eine Bank oder einen Broker zu finden der keine oder minimale Depotspesen verrechnet – für mich war DEGIRO ideal weil ich 2017 dort ein kleines Depot für einen Teil meiner riskanteren Aktien eröffnet hatte.

Der Plan für mich war es das System der kleinen Schritte zu machen – die Münzen habe nun mal zwei Seiten und das negative war hier definitiv etwas aufwendiger und mühsamer aber langfristig ist die positive Seite finanziell sinnvoller.

Die Konsequenz war Einzelaktien zu verkaufen und beim neuen Depot aufzubauen. Bei der Gelegenheit räumte ich auch einige Depotpositionen zusammen oder reduzierte diese entsprechend. Bei dem Verkauf- und Kaufpositionen achtete ich zumindest diese Spesen durch einen etwas günstigeren Kaufkurs abzudecken. Verluste wurden steuerlich für 2019 gegengerechnet. Komplexe Positionen wie Anleihen oder die Schweizer Aktien mit dem funktionierenden Prozess der 20%igen Rückforderung der Quellensteuer bleiben dort.

Das Ergebnis siehe ich aktuell dass die Depotspesen somit im zweiten Quartal um EUR +69,13 gesunken, d.s. auch schon -59% – JUHU 🤗

Die Freude kam also heute mit der Abrechnung  der reduzierten Depotspesen. Wenn man das auf 4 Quartale rechnet bringt das EUR 276,52 im Kalenderjahr. Oder das sind fast 2% von meinen gesamten Jahresbudget. Hmmm, damit kann ich aber z.B. schon zusätzlich 2-3 Bergtouren für 2020 einplanen 🏔 😉

Der grobe Einschnitt für die Depotspesen ist somit von Mitte April bis Ende Juni bereits passiert. 4-5 Aktien und 2 Aktienanleihen werden längerfristig folgen aber das muss dann terminlich und/oder steuerlich gut passen.

Persönliches Fazit: Meine Zufriedenheit und ein Erfolgserlebnis ist eingetroffen. Aktivität und den wichtigen ersten Schritt zu machen zahlt sich wohl generell im Leben aus. Jammern und Klagen macht keinen Sinn. Ich freue mich nun mal über den kleinen Erfolg und vermeide lange zögerlich an der Seitenlinie zu warten und zu grübeln.

Viele Grüße und im Juli noch ☀️

Bergfahrten

 

 

 

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5 Kommentare zu „Depotgebühr: Aktivität = Auswirkung ✅

  1. Sehr schönes Beispiel, es sind gerade die kleinen Summen aus denen später größere Vermögen werden. Handhaben wir ähnlich. Investitionen , die z.B. Kostenreduzieren, werden sofort durchgeführt. Auch wenn es erstmal vielleicht etwas kostet.

    Anderes Thema:
    So als Bergwanderer hast Du doch bestimmt auch den ein oder anderen Tipp, oder ? Wir, echte Norddeutsche, also wenig in Umgang mit Höhenmeter trainiert, dafür mehr Langstrecke, suchen mal ein paar Anfängertouren gern auch mehrtägig. Vielleicht magst Du Dich mal auf EMail melden?
    Danke und liebe Grüße
    Plutusandme

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Plutusandme,

    Danke für deinen Kommentar und dass du das mit den Kostenreduktionen auch so siehst! Gratulation auch noch zu deinem 10jährigen Blog-Jubiläum!

    Betreffend Bergwandern schicke ich dir ein Mail. Vorab man kann das z.B. auch mit einen Wienbesuch verbinden. Der Prater und Lainzer Tiergarten ist in der Stadt, der Wienerwald ist auch nahe und 1h mit dem Auto entfernt wären schon die „Wiener Hausberge“ mit Rax, Schneeberg, Hohe Wand oder Semmering. Wenn es mehrtägig sein soll ist schon etwas Kondition gefragt, dazu würde ich die z.B. die Weitwanderwege, zum Start nicht gleich die hoch alpinen Strecken, aber quer durch Österreich empfehlen. Details schicke ich dir noch.

    Viele Grüße
    Christian / Bergfahrten

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  3. Danke für diesen Beitrag!

    Ich frage mich die ganze Zeit was die meisten Finanzblogger geritten hat. Da wird ohne Ende über die Transaktionsteuer gemeckert und gehetzt und im gleichem Atemzug ein Affiliate Link der extrem teuren Broker gesetzt! Auf Rückfragen erhält man meist ein „Ignor“ oder man fühlt sich wie bei einem Banker..schlicht und einfach abgezockt!!!

    Hoffentlich lesen viele diesen Beitrag und fallen nicht blind auf irgendwelche scheinheiligen Empfehlungen rein! Wenn ich schon jede 0,01% optimieren möchte, dann fängt hier bei der Broker der 1. und größte Hebel an! Eines ist mal ganz klar, die ganzen Affiliate Links sind mit Sicherheit eher die teuersten Broker am Markt!

    Beste Grüße aus Hamburg
    Rene ein Mitstreiter aus „Helden der finanziellen Freiheit“ 🙂

    Gefällt 1 Person

  4. Hallo Rene,

    danke für deinen Beitrag! 📝

    Also ich habe mir zwischenzeitlich natürlich auch gedacht, da mache ich einfach Werbefenster mit ein paar Affiliate Links und ich bekomme ein paar Euros extra dafür. Hatte dann auch kurz mal ein paar Finanzbücher über A…N gelistet. Hmmm, nach einiger Zeit dachte ich mir – bringt das wirklich was und muss ich etwas bewerben und verkaufen?! Und wenn ich nicht zu 100% überzeugt bin mag ich eh niemand hinschicken. Und zu 100% ist für die Werbebranche die Banken, Broker, E-Shops etc. sicher niemand.

    Und letztlich mag ich für ein paar Euros meinen guten Namen und die Mühe für den Blog auch nicht hergeben 🚮
    Also bleibt Bergfahrten clean von Affiliate Links und Werbung – das leiste ich mir halt 🆓

    Viele Grüße nach Hamburg und dir viel Erfolg mit deinen Einnahmen für die Helden… 😉
    Christian / Bergfahrten

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